Wanderung von St. Valentin nach Aschbach – 32 km in 6:20 Stunden


Vorschau

Von Altlengbach über Steinhäusl nach Hochstrass und zurück

16 km – 3:40 Stunden


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Von Ybbs nach Melk – 27 km – 5:34 Stunden.


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21 km waren das. Gemütlicher Spaziergang an einem Freitag Nachmittag.

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

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Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Von Melk nach Markersdorf an der Pielach

Wanderung von Marchtrenk nach Weisskirchen und zurück. Distanz: 17 km.

Wanderung Marchtrenk Weisskirchen wandern wanderweg

Wanderung Marchtrenk Weisskirchen wandern wanderweg

Wanderung Marchtrenk Weisskirchen wandern wanderweg

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Freitag, 18:30
Žalgiris Vilnius – FK Atlantas Klaipeda 2:0 (1:0)
LFF Stadionas, 250 Zuschauer

Torfolge:
1:0 (13.) Pilibaitis
2:0 (89.) Kuklys

Video:
goalsandstats.com

An einem schwer verregneten Freitag Abend in Vilnius ging es zum Topspiel der litauischen A-Lyga. Der bisher ungeschlagene Tabellenführer Žalgiris, traf auf den Verfolger FK Atlantas. Beide Mannschaften trennten nur 3 Punkte. Am Ende werden es 6 sein.

Žalgiris wurde seiner Favoritenrolle voll gerecht. Frühe Führung, dann souverän den Stiefel runter gespielt, und dann kurz vor dem Abpfiff den Sack endgültig zugemacht. So kann man das Spiel in wenigen Worten auf den Punkt bringen. Mit 1:0 Führungen ist es ja immer so eine Sache. Eine kleine Unachtsamkeit oder ein kleiner Fehler, und schon hat man sich ein Gegentor und den Auslgeich eingehandelt. Aber dieses Gefühl kam an diesem Abend selten auf. Žalgiris stand sicher und hätte schon früher den Sack zumachen können.


Vor dem Spiel: Abendessen im Radisson. Omlette mit Pommes. Es sollte bei der Wahl des Abendmahls absichtlich kein Tier zu schaden gekommen sein. Das war mir an diesem Abend sehr wichtig.


Auf Grund des strömenden Regens und meiner derzeit fragilen gesundheitlichen Verfassung gönnte ich mir zum ersten Mal in Vilnius ein VIP-Ticket. Es bot mir einen Platz unter dem Dach, den ich wo anders nicht gehabt hätte. Die 13 Euro waren daher gut investiert. Nur leider bei der Sicht auf das Spielfeld musste ich einige Abstriche machen.


Von der ersten Minute an macht Žalgiris Druck. Im Strafraum der Gäste brennt es gleich von Anfang an.


Die Auswärtsfahrer aus der Hafenstadt Klaipeda: Vakaru Frontas.


Doch auch auf der Gegenseite gab es packende Szenen. Mantas Kuklys (88) streckt sich. Es ist bereits seine 4. Saison bei Žalgiris. 2013/14 versuchte er sich in Böhmen bei Bohemians 1905. Bei nur 8 Einsätzen konnte er sich aber nicht wirklich durchsetzen und kehrte bald in sein Heimatland zurück.


Algis Jankauskas. Seit 2010 spielt er nun schon bei Žalgiris. Die 6. Saison nun schon beim Verein. Vorher war der 32-jährige bei Vetra Vilnius aktiv. Den Verein gibt es aber nicht mehr.


Linas Pilibaitis (7) lässt sich feiern. Der 30-jährige traf soeben zum 1:0. In der letzten Saison traf er für Žalgiris 17 Mal. Pilibaitis spielt zwischen 2009 und 2014 bei Györ in Ungarn.


Der strömende und kalte Regen verhinderte einen besseren Besuch. Als offizielle Zuschauerzahl wurde die Zahl 700 angegeben, aber das kommt weit nicht hin. Ich zählte um die 250. Wahrscheinlich hat man bei den 700 alle mitgezählt die auf der Strasse hinter dem Tor während der 90 Minuten und den 15 Minuten Pause vorbeigefahren oder gegangen sind … dann können die 700 hinkommen.


Der erst 18-jährige Atlantas Tormann Edvinas Gertmonas. Debütierte schon mit 16 Jahren bei Tauras in der ersten litauischen Liga. Nicht schlecht für einen Tormann.


In der Pause bewegte ich mich in den Sektor der Žalgiris Ultras hinter dem Tor. Ich fand dann auch wonach ich suchte. Danach wieder zurück in den VIP Bereich (im Bild: der obere Rang der Tribüne).


Mantas Kuklys im Bild. Der wichtige Mann im Mittelfeld. Der Dreh und Angelpunkt, wie man immer so schön sagt. Am Ende dann auch noch ein Tor erzielt. Also der perfekte Abend für ihn.


Ein Bild der Seltenheitswert hatte: der Ball in der Nähe des Žalgiris Tores.


In der 89. Minute dann noch das entscheidende 2:0 durch Mantas Kuklys.


Anschliessend läuft Mantas zu den Ultras und lässt sich feiern.


Da freut sich auch der kleine Mann neben mir, auch wenn er die Arme unten lässt.


Danach noch eine Pyroshow zur Feier des Tages.


Pünktlich verlasse ich die Spielstätte. Wann, wo, und unter welchen Voraussetzungen werde ich wohl mein nächstes Žalgiris Spiel sehen?

Freitag, 19. Dezember 2014 – 11:00

Die letzte Mittagspause dieses Arbeitsjahres.

Cordon Bleu mit Knoblauchcremesuppe Oftering

Die Temperaturen für Dezember waren relativ warm.

Cordon Bleu mit Knoblauchcremesuppe Oftering

Diesmal kein Platz direkt am Fenster für mich.

Cordon Bleu mit Knoblauchcremesuppe Oftering

Neue Speisekarte mit der Angabe der Allergiegeschichten … selbst Betroffene finden die neue EU Richtlinie lächerlich, wurde mir gesagt.

Cordon Bleu mit Knoblauchcremesuppe Oftering

Die Kronen Zeitung an diesem Tag. Schlagzeile: Kriminalität.

Cordon Bleu mit Knoblauchcremesuppe Oftering

Knoblauchcremesuppe mit einem Brotstück. Dazu Veltliner …

Cordon Bleu mit Knoblauchcremesuppe Oftering

Cordon Bleu mit Pommes Frittes und Salat. Alles in allem so um die 21 Euro bezahlt.

Ebelsberg Linz

Ebelsberg Linz

Ebelsberg Linz

Ebelsberg Linz

Haus Löwenfeld & Hofmann Linz

Dauphinestrasse 9: das Haus Löwenfeld & Hofmann. Baumwollspinnereibesitzer. Erbaut zwischen 1881 und 1882.

Löwenfeld Restaurant

Ganz in der Nähe: das Löwenfeld Restaurant am Jauckerbach.

Linz

Kunstwerk über den Jauckerbach auf der Autobahnbrücke in Linz Auwiesen.

http://www.rapidler.at/i/2014/schlossberglinz.jpg

Gruberstrasse Linz


Blick aus meinem Hotelzimmer am frühen Morgen. Ein schöner Tag um zum Fussball zu gehen.

Schräg gegenüber meines Hotels befinden sich übrigens die Überreste des Dinamo Stadions, welches gerade abgerissen und neu gebaut wird. Ja genau, dort, wo der legendäre Christian Stumpf am 7. März 1996 für Rapid das Goldtor gegen Dinamo Moskau im Viertelfinale des Pokals der Pokalsieger erzielt, und somit den Grundstein für den späteren Finaleinzug gelegt hat.


Eine Stunde vor Spielbeginn gibt es bereits lange Schlangen an den Kassen.


Das Lokomotiv Stadion wurde 2002 neu eröffnet und fasst 30.000 Zuschauer.


Ich habe noch etwas Zeit und sehe mich rund um das Stadionareal etwas um. Selbst der Trainingsplatz ist ein kleines Stadion. So mancher Profiverein in Österreich würde sich da dafür alle 10 Finger abschlecken. Konkret denke ich da an den LASK, Blau Weiss Linz, Kapfenberg, Lustenau, Mattersburg, und natürlich Wiener Neustadt.

Eigentlich bin ich völlig unvoreingenommen in dieses Spiel gegangen. Ich kannte beide Vereine nur von den Duellen gegen Rapid Wien. Zwei Mal wurde Dinamo Moskau aus dem Europacup geworfen, und natürlich ist mir auch noch der Rauswurf von Lokomotiv Moskau zur Championsleaguequalifikation 2005 in frischer Erinnerung. Eigentlich ein Wahnsinn dass das schon wieder fast 10 Jahre her ist. Powidl Pepi damals mit dem Goldtor in der 84. Minute. Unvergessen!

Ja, die russischen Vereine liegen uns sehr. Ich erinnere mich auch gerne an Rubin Kazan. Ist Rapid eigentlich überhaupt einmal gegen einen russischen Klub ausgeschieden?

Brennendes FCLM kurz vor dem Spiel. Lokomotiv Moskau erinnerte mich etwas an Red Bull Salzburg. Keine organisierte Fanszene, und die grossen Erfolge nur in den letzten Jahren erzielt. Dinamo Moskau hingegen mit grosser Tradition und vielen aktiven Anhängern die ihre Mannschaft 90 Minuten lang lautstark unterstützten. Eigentlich bereute ich ab der ersten Minute schon im Lokomotive Fanshop eingekauft zu haben und mir ein Lokomotive Hemd über meinen Körper gezogen zu haben, denn meine Sympathien gehörten da schon einzig und allein Dinamo.

Der Dinamo Anhang erinnerte mich stark an den Rapid Block West. Einzig eine Farbe hätte man ändern müssen. Dann hätte es genau gepasst.

Bei Lokomotive hingegen wie man sieht nur reines Eventpublikum hinter dem Tor. Hin und wieder meldete man sich zu Wort. Könnte aber auch sein dass sie gerade irgendeinen Protest zelebrieren.
Während der 90 Minuten gab es auch einige Verbrüderungsbekundungen beider Kurven. Zum Beispiel die Botschaft „Russland marschiert gemeinsam“, welche abwechselnd von beiden Fangruppen intoniert wurde. Der Grund dafür dürfte in der derzeitig heiklen politischen Lage und den Sanktionen gegen Russland begründet liegen. Die Russen halten bei sowas nämlich gerne zusammen. Ganz unabhängig ihrer politischen Anschauungen.

Doch nun zum Spiel …

Sonntag, am 2. November 2014, 13:30
Lokomotiv Moskau – Dinamo Moskau 4:2 (0:1)
Stadion Lokomotiv, 10.271 Zuschauer

Torfolge:
0:1 (37.) Ionov
0:2 (50.) Dzsudzsák
1:2 (58.) N’Doye
2:2 (60.) Samedov
3:2 (66.) Kasaev
4:2 (85.) Pavlyuchenko

Es war ein flotter Beginn von beiden Seiten. Dinamo in der 1. Halbzeit leicht überlegen, doch auch Lokomotiv kam immer gefährlich vor das Tor. Im Bild: der 29-jährige Senegalese Dame N’Doye (33) in den Diensten von Lokomotiv. Die Solospitze der Moskauer Eisenbahner mühte sich redlich gegen die zwei stämmigen Innenverteidiger der Dinamos, übrigens ebenfalls Schwarzhäutige. N’Doye spielte vorher 3 ganze Saisonen beim FC Kopenhagen wo er in der dänischen Liga regelmässig traf. Bei Lokomotiv ist er schon die dritte Saison. Natürlich trifft er nicht mehr so oft wie in Dänemark, aber er trifft noch …

Christopher Veijeany Samba (4) ist einer der angesprochenen Innenverteidiger. Sehr robust und zweikampfstark. Auch bei Kopfballduellen immer sehr präsent. Er ist 30 Jahre alt und kommt aus dem Kongo. Er begann seine Karriere in Europa 2005 bei der Hertha in Berlin. Später spielte er 6 Saisonen bei den Blackburn Rovers. 2011 wechselte er, vermutlich des Geldes wegen, zu Anzhi. Nur kurz kehrte er nach England zurück, zu den Queens Park Rangers. Doch seit 2013 ist er nur noch in der russischen Liga tätig. Bei Dinamo ist es seine zweite Saison.

Dieser Herr ist Vitaliy Denisov. Ein 27-jähriger Usbeke mit russischen Wurzeln. Er scheint irgendwie so eine Art Star hier bei Lokomotiv zu sein. Woher das kommt weiss ich auch nicht, aber auf der Vidiwall wurden vor dem Spiel ausschliesslich seine Szenen gezeigt. Sein Geburtstag kann es auch nicht gewesen sein. Der war am 23. Februar. Wahrscheinlich hat er so einen Mörderschmäh dass er hier so gehuldigt wird. Gespielt hat er vorher nur bei Dniepopetrovsk. Anfang letztes Jahres ist er gewechselt, und das ablösefrei. Für Usbekistan hält er derzeit bei 42 Länderspielen. Seine Position ist die des linken Aussenverteidigers. Da heisst es natürlich oft … marschieren. Aber an der Seitenlinie.

Einer der wenigen Versuche von Lokomotiv in der ersten Halbzeit die gegnerische Hälfte in Bedrägnis zu bringen. Lokomotiv agierte eher verhalten.

Das ist der Anti-Star von Lokomotiv. Der 30-jährige Mbark Boussoufa aus Marokko. Ich habe zwar keine Ahnung was der verbrochen hat, aber er wurde bei jedem Ballkontakt gnadenlos niedergepfiffen. Vom eigenen Heimpublikum. Seine vorherigen Stationen waren Anderlecht und das unvermeidliche Anzhi. Am Ball ist er ein Ästhet. Seine Spielweise ist sehr brasilianisch. Ich habe ihn am Anfang auch für einen Brasilianer gehalten. Würde mich echt interessieren warum der so unbeliebt ist. Von seiner Leistung her kann es nicht gewesen sein. Er war heute einer der besten und auffälligsten Spieler am Platz.

Hier setzte er sich gegen die zwei Dinamo Spieler Denisov (2) und Kokorin (9) durch. Ja, bei Dinamo spielte auch jemand der Denisov heisst.

Dicke Luft im Dinamo Strafraum. Im Bild die beiden bereits weiter oben erwähnten schwarzhäutigen Innenverteidiger. Den Einen aus dem Kongo habe ich ja bereits vorgestellt. Der Andere hat einen niederländischen Pass und heisst Douglas Franco Texeira. Er war vorher 6 Saisonen bei Twente Enschede unter Vertrag bevor er 2013 zu Dinamo nach Moskau wechselte.

Das 1:0 für Dinamo schliesslich in der 37. Minuten. Ionov bricht durch die gegnerischen Reihen und schiesst alleine vor Torhüter Abaev ein.

Wieder dicke Luft im Dinamo Strafraum. Diesmal weil es Elfmeter gibt.

Doch Dinamo Torwart Gabulov hält den Elfmeter von … drei Mal dürfen Sie raten: Mbark Boussoufa. Er wurde seiner Rolle als Anti-Star wieder einmal gerecht. Für das Heimpublikum wieder einmal ein Grund ihn wüst zu beschimpfen und zu verfluchen.

Mit einem 1:0 für Dinamo geht es in die Pause.

Als Dinamo in der 50. Minute durch den Ungarn Balasz Dzsudzsák zum 2:0 trifft, hätte ich mir nicht mehr gedacht dass Lokomotiv dieses Spiel noch drehen könnte. Doch siehe da, der 1:2 Anschlusstreffer 8 Minuten später verlieh der Heimmannschaft ungeahnte Kräfte und Dinamo wurde plötzlich hinten festgenagelt. Aus der sicheren 2:0 Führung wurde nur 16 Minuten später ein 2:3 Rückstand.

Aus dem 2:0 wurde in nur 16 Minuten ein 2:3. Dinamo Fans machen ihrem Ärger durch Pyrotechnik Luft.

Erst nach dem 2:3 hat man bei Dinamo den Ernst der Lage erkannt, doch ihre Angriffe bringen nichts mehr ein.

Hier klärt der 31-jährige Ukrainer Taras Mykhalyk (17). Er kommt aus dem Eigenbau von Dynamo Kiew, und wechselte im Juli 2013 ablösefrei zu Lokomotiv. 32 Länderspiele absolvierte er bisher für die Ukraine.

Lokomotiv verteidigte diese Führung konzentriert und entschlossen. Für Dinamo gab es kein Durchkommen mehr.

Mit dem 4:2 in der 85. Minute durch den russischen Nationalstürmer Roman Pavlyuchenko war dann der Käse gegessen oder die Messe gelesen … kurz gesagt: die Partie war entschieden.

Die Nummer 22 von Dinamo Moskau. Ein alter Bekannter aus der deutschen Bundesliga und der Nationalmannschaft: Kevin Kuranyi. 52 Mal lief er für die deutsche Nationalmannschaft auf und traf dabei 19 Mal. Wenige Wochen vor diesem Spiel gab er einer deutschen Fussballfachzeitschrift ein Interview, und beschimpfte darin die Anhänger der russischen Fussballvereine. Die Fans von Dinamo Moskau dürften von diesem Interview allerdings nichts mitbekommen haben, den sie feierten „ihren Kevin“ frenetisch mit Sprechchören. In der 81. Minute kam er ins Spiel. Bewirkt hat er aber auch nichts mehr. Für den 32-jährigen in Rio de Janeiro geborenen ist es bereits die 5. Saison bei Dinamo. Bisher erzielte er in der russischen Liga 44 Tore in 108 Spielen.

Sein Gegenspieler sieht der 80er Ikone Jimmy Sommerville übrigens zum Verwechseln ähnlich. 😀 Smalltown Boy: https://www.youtube.com/watch?v=U7-q1WRaKNg

Letzte Chance … vorbei! Lokomotiv Torhüter Ilja Abaev hält den Ball ganz fest. Wenig später wird abgepfiffen. Das Spiel ist aus! Lokomotiv gewinnt 4:2.

In der Tabelle hat Lokomotiv damit wieder etwas Boden gut gemacht. Derzeit liegt Lokomotiv auf Platz 8. Dinamo hat mit dieser Niederlage den Sprung in die obere Tabelle verpasst und liegt punktegleich mit Lokomotiv auf Platz 7. Der überlegene Tabellenführer ist Zenit St. Petersburg, gefolgt von ZSKA Moskau, Kuban Krasnodar und FC Krasnodar.

Nach dem Spiel: wenn der Vater mit dem Sohn …

Anscheinend wollte ihn der Vater mit roten und grünen Lokomotiv Ballons einen Klubwechsel nahelegen. Doch der Junior blieb standhaft und trägt seinen blau-weissen Dinamo Schal weiter mit Stolz. Trotz Niederlage. Der Vater muss seine Ballons vom Rivalen selber tragen. Find ich schön. 🙂

Die vielen Tore machten hungrig. Steak zum Abendessen. Wieviel sowas kostet? Frage nicht! Moskau ist die teuerste Stadt der Welt.

2. Liga, Litauen
Samstag, 18:00
19. April 2014

Žalgirietis Vilnius – Lokomotyvas Radviliškis 2:3 (2:2)
Vilniaus LFF stadionas, offiziell 150 Zuschauer (100 kommt aber eher hin)

Torfolge:
0:1 (02.) Vaidas Viktoravičius
1:1 (17.) Tomas Misiūnas
2:1 (28.) Artur Skurutovič
2:2 (43.) Tomas Bielickas
2:3 (56.) Giedrius Barevičius

Ein voller Terminkalender und andere persönliche Umstände machten in diesem Jahr leider nur eine Partie in Litauen möglich. Da durfte ich nicht wählerisch sein. Daher wurde es wieder einmal eine Partie aus der 2. Liga. Žalgirietis, das „Farm Team“ von Žalgiris Vilnius spielte gegen Lokomotyvas Radviliškis. Radviliškis ist ein Städtchen von 19.000 Einwohnern nahe Siauliai (Schaulen).

Für beide Mannschaften war es die zweite Partie in der gerade begonnenen Saison. In Litauen spielt man ja das Jahr durch. Der Meister wird also immer in der kälteren Jahreszeit ermittelt. Žalgirietis gewann der erste Spiel zu Hause gegen Utenis Utena. Lokomotyvas Radviliškis verlor zu Hause gegen Šilutė mit 0:1. In der letzten Saison belegte die Heimmannschaft Platz 8 und die heutigen Gäste Platz 7 (von 12 Mannschaften). Typische Mittelständler würde man sagen. In der anschliessenden Relegation hatte allerdings wieder Žalgirietis die Nase vorne. Wie ich auch immer. Vor dem Spiel hätte ich eher auf die Heimmannschaft gesetzt, abgesichert mit einem Unentschieden. Aber ich denke nicht dass ein Wettanbieter diese Partie im Programm gehabt hätte.

Vor dem Spiel genehmigte ich mir noch eine ausgiebige Zwiebelsuppe mit Brotstücken und mit Käse überbacken im gähnend leeren Restaurant des Radissons in der Altstadt. Im Spiel kam sie mir zeitweise wieder hoch. Nicht weil das Spiel so schlecht war, sondern weil sie mir doch etwas schwer im Magen lag.

Der Weg zum Stadion. Raus aus der Altstadt und dem Ostertrubel, durch die Eisenbahnbrücke durch, und dann sind es nur noch wenige Schritte zum litauischen Fussballtempel.

Unmittelbar nach diesem Foto machte ich Bekanntschaft mit dem wohl dümmsten Ordner der mir in meinem bisherigen Fussballeben untergekommen ist. Er meinte es wäre verboten Bilder zu machen. Ich dachte anfangs ich würde falsch hören oder mein bescheidenes Litauisch wäre fehlerhaft, aber er bestätigte es mir noch einmal gerne mit hochrotem Kopf: „NE GALIMA!“ Nicht erlaubt. Ich entschuldigte mich höflichst, knipste aber munter weiter als er mir den Rücken zugewandt hatte. Irgendwie fühlte ich mich in diesem Moment als Outlaw. Anweisungen des Personals nicht befolgen. Sowas könnte doch glatt als Lichtbild-Hooliganismus ausgelegt werden. Aber im ernst. Sowas ist mir echt noch nie passiert. Fotoverbot auf dem Fussballplatz. Sind auf der Tribüne versteckte Raketen stationiert? Man weiss es nicht. Der Ordner hatte übrigens ein Gesicht wie Uwe Seeler. Auch vom Alter her und von der Körperstatur her könnte er locker als Zwillingsbruder vom alten HSV-Bomber durchgehen. Oder war er wirklich „Uns Uwe“, wie er im Hamburg ja liebevoll genannt wird? Sozusagen in geheimer Mission Fussballtouristen aus dem Westen in Litauen mit Fotoverboten den Spass zu verderben?

Da die Tribüne noch relativ leer war, fragte ich einen Stadionmitarbeiter ob heute überhaupt dieses Spiel stattfinden würde. Seine Antwort hätte ich mir als Litauen Experte fast denken können: „Keine Ahnung!“

Nach einiger Zeit füllten sich aber dann doch die Ränge und ich konnte beruhigt der Dinge harren, und mich schon auf mein diesjähriges Ligaspiel in Litauen freuen.

Liebevolle Bemalung der Häuserwände im Umkreis des Fussballtempels.

Die Ränge füllen sich schön langsam. Insgesamt kam ich auf etwa 100 Besucher (grosszügig gezählt). Offiziell wurden aber 150 angegeben. Klingt einfach besser als 100.

Auf der Gegentribüne waren es keine 40 (inklusive Linienrichter und Ballbuben).

Die Gäste legten einen Blitzstart hin und gingen bereits nach 2 Minuten mit 1:0 in Führung. Es war ein Angriff von der linken Seite. Der Ball wurde scharf und flach in die Mitte gespielt, und zack, stand ein gewisser Vaidas Viktoravičius goldrichtig und beförderte das runde Leder in das Eckige mit dem Netzbezug.

Žalgirietis versuchte gepflegten Fussball zu spielen. Lokomotyvas Radviliškis agierte aber um eine Spur bissiger. Hier im Bild Žalgirietis Mittelfeldspieler Edvin Pavlovskij.

Hier am Ball die Nummer 10 der Gäste: Giedrius Barevičius. Ein sehr auffälliger Spieler. Ballsicher, lauffreudig und zweikampfstark. Der 37-jährige spielte bereits zwei Mal für Žalgiris. Von 1998 bis 2002 (94 Spiele – 31 Tore) und 2010 (20 Spiele – 1 Tor). 9 Länderspiele für Litauen. Bei Lokomotyvas Radviliškis dürfte er seine Karriere ausklingen lassen. Aber er kann es noch sehr gut und zeigt auch Einsatz. Für Geld alleine spielt er sicher nicht. Es macht ihm noch Riesenspass Fussball zu spielen. Das sieht man ihm an.

Nach der 1:0 Führung der Gäste lassen sie aber etwas nach. Lokomotyvas Radviliškis lässt sich immer öfter zurückfallen und die kombinationssicheren Gastgeber setzen sich immer stärker vor dem gegnerischen Tor fest. Das wird bald in 2 Toren resultieren.

Zwischen Minute 10 und 40 war von Lokomotyvas Radviliškis im Offensivbereich eher wenig zu sehen.

Žalgirietis immer brandgefährlich vor dem Tor.

Doch auch dieser Angriff wurde abgeblockt. Es blieb vorerst beim 1:0 für die Gäste.

Wohin mit dem Ball? Ein Žalgirietis Spieler scheint mit der Situation überfordert.

Der kampfkräftige Lokomotyvas Radviliškis Kapitän Justinas Gulbinas. Mangelnden Einsatz konnte man ihm nicht attestieren.

Kampf um den Ball am Mittelkreis. Lokomotyvas Radviliškis musste inzwischen den 1:1 Ausgleich hinnehmen.

Tor für Žalgirietis! 2:1 Führung! 11 Minuten nach dem 1:1 bricht Artur Skurutovič durch, und verlädt auch noch den 40-jährigen Lokomotyvas Radviliškis Torhüter Audrius Dilys, der schon einmal von 1998 bis 2003 für Žalgiris Vilnius das Tor gehütet hatte.

Unbarmherzig knallt er den Ball in das Tor. In diesem Moment sah Žalgirietis als der sichere Sieger aus.

Doch kurz vor der Pause drehten die Gäste wieder auf. Hier klärt der Žalgirietis Torhüter gegen Vaidas Viktoravičius noch grandios …

… doch im Nachsetzen …

… musste er sich dann doch geschlagen geben. 2:2 Ausgleich durch Tomas Bielickas. Und das zwei Minuten vor dem Pausenpfiff. Das ist bitter.

Während der Pause machte ich einen kleinen Rundgang. Blick auf die Haupttribüne. Die oberen Ränge blieben leer.

Am anderen Ende der Fussballanlage.

Die Überdachung der Haupttribüne ist leider etwas zu kurz geraten. Vom Dach haben die Zuschauer jedenfalls nicht viel, sollte es einmal regnen. Nur ein Stehplatzrang hinter der letzten Sitzplatzreihe dürfte trocken bleiben. Da fragt man sich natürlich nach dem Sinn einer solchen Überdachung …

Lokomotyvas Radviliškis rechter Mittelfeldspieler Valentinas Lukošaitis in Aktion.

Žalgirietis hatte grosse Schwierigkeiten gegen diese routinierte und bissige Lokomotyvas Elf.

Und wenn Žalgirietis einmal vor gefährlich vor das Tor kam, war der 40-jährige Torwart Gigant Audrius Dilys zur Stelle.

Nach dem 3:2 für Lokomotyvas Radviliškis durch Giedrius Barevičius in der 56. Minute wurde es für die Gastgeber immer enger. Auch in dieser Szene wieder eine Grosschance für Lokomotyvas.

Stürmerfoul von Ignas Šapola (5) gegen Darius Kazubovičius (39).

In den letzten Minuten wirft Žalgirietis noch einmal alles nach vorne. Doch Lokomotyvas steht zu kompakt. Auch bei diesem Freistoss.

Nach 3 Minuten Nachspielzeit schliesslich der Schlusspfiff. Erschöpft geniessen die Lokomotyvas Spieler die Früchte ihres Sieges. Žalgirietis tritt enttäuscht ab. Mit etwas Glück wäre vielleicht ein Remis möglich gewesen, aber die Gäste waren einfach um dieses eine Tor besser und bissiger.

Enttäuscht geht das Heimpublikum nach Hause. Zumindest läuft es mit der Kampfmannschaft in Liga 1 besser: 9 Spiele – 6 Siege – 3 Remis. Tore: 29:5. Platz 1.

2 Tage später wurde ich dann noch Zeuge dieser Jesus Demonstration in der Altstadt von Vilnius: https://www.youtube.com/watch?v=Y3N_Efkhlno

Wieder einmal geht ein Jahr zu Ende.

Helmut Schulte ist schon wieder Geschichte. Andreas Müller der neue starke Mann der Rapid zu neuen Erfolgen und Sensationen führen soll.

Heuer gab es einen „Bratl Mix“ zum Jahresende. Dazu einen 1/8l Junker.

10,40 Euro … Bratl Mix
03,50 Euro … Junker 1/8l
———-
13,90 Euro … TOTAL

Bratl Mix Haltestelle Oftering 2013

Auch in diesem Jahr gab es an diesem Tag keinen Schnee.

Bratl Mix Haltestelle Oftering 2013

Wie immer war ich der erste Gast.

Bratl Mix Haltestelle Oftering 2013

Der Junker wurde soeben serviert.

Bratl Mix Haltestelle Oftering 2013

Das war der Bratl Mix mit Stöckelkraut.

Leider wurden mir heuer zum ersten Mal keine Zeitungen zum Lesen angeboten. Daher auch kein Foto mit den Schlagzeilen.

Sonntag, 15. Dezember 2013
Anstoss 19:00

Rapid Wien – Wiener Neustadt 0:0
Gerhard-Hanappi-Stadion, 9.200 Zuschauer, SR Drachta

Rapid: Radlinger – Trimmel, Sonnleitner, Behrendt, Pavelic – Wydra (82./Boskovic), Petsos – Burgstaller (73./Boyd), Hofmann, Schaub (73./Grozurek) – Starkl

Wiener Neustadt: Neustadt: Vollnhofer – Pollhammer, Mimm, Mally (66./Sereinig), Stangl – Freitag, Säumel – Dobras, Rauter, Martschinko (73./Terzic) – Pichlmann (86./Witteveen)

Das letzte Heimspiel in diesem Jahr. Die letzte Möglichkeit für mich in diesem Jahr ein Rapid Heimspiel zu besuchen. Dass der Gegner Wiener Neustadt hiess, tat dabei nichts zur Sache. Wiener Neustadt … hinaufgespült in die oberste Liga nur durch Lizenzschacher und auf Grund des Geldes eines reichen Onkels aus Übersee. Nachhaltig und gesund gewachsen ist da nichts. Man sieht es regelmässig in den Zuschauerzahlen der Neustädter bei Heimspielen. Es klingt zwar hart, aber meiner Ansicht nach ist Wiener Neustadt ein Konstrukt dass die Bundesliga nicht braucht. Da ist mir Grödig noch sympathischer. Die haben es zumindest sportlich geschafft dort hinzukommen wo sie jetzt sind.

Aber Wiener Neustadt ist nun mal da, wo sie jetzt sind, und heute ging es eben gegen Rapid. 9.200 Zuschauer war Minusrekord heuer. 10.000 waren heute beim Spiel der Dosen als Tabellenführer gegen den amtierenden Meister. Also so gesehen sind 9.200 immer noch sehr viel in Österreich.

Um eines vorweg zunehmen. Viel Unterschied in Qualität und Klasse war heute zwischen beiden Mannschaften nicht zu merken. Hätte Wiener Neustadt das Spiel 1:0 gewonnen, hätte man sich bei Rapid auch nicht beklagen dürfen.

Konnte Rapid nicht oder wollte Rapid nicht? Man kam selten vor das Tor. Zu selten. Daher auch nur wenige Torchancen und schlussendlich auch keine Tore da die wenigen Chancen ungenützt blieben. Das 0:0 geht somit auch in Ordnung.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Sonntag Nachmittag auf dem Weg nach Hütteldorf. Man hat ja sonst nichts zu tun …

Rapid Wien Wiener Neustadt

2 Stunden vor dem Anpfiff. Besuch im Rapideum. Kostet eigentlich 6 Euro, aber der nette Herr drückte beide Augen zu und ich durfte zum Nulltarif die Exponate bestaunen.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Da der Anstoss erst um 19:00 war, ging es eben vor dem Spiel ins Griechenbeisl. 17:45 – 18:15. Ging alles fix. Gutes Essen schnell zubereitet.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Der Wiener Neustädter Spielerbus. „Faszination Fussball“, muss ich da lesen. Passt besser als „Faszination Wiener Neustadt.“

Rapid Wien Wiener Neustadt

Im VIP Bereich, hinter den Vorhängen, wird noch gespeist. Da würd ich auch gern mal reinschnuppern.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Süd Oberer Rang, Block 21, Reihe 4, Sitz 165.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Die Spieler kommen aufs Feld.

Rapid Wien Wiener Neustadt

32 Euro Eintritt und dann steht mir 90 Minuten so ein Kameramann vor der Nase. Na herzlichen Glückwunsch.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Der Kameramann wird von kleinen Kindern „sekkiert“. Er behält aber die Ruhe.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Brian Behrendt (3) gegen Thomas Pichlmann (11).

Rapid Wien Wiener Neustadt

In der Halbzeit werfe ich mal einen kurzen Blick auf das nächtliche Wien.

Rapid Wien Wiener Neustadt

In Hälfte zwei traut sich Rapid etwas mehr, trotzdem schaut nichts raus. Hier klärt der 24-jährige Neustädter Mario Pollhammer.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Wieder ist für Rapid im Sechzehner der Neustädter Endstation.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Neustadt Torhüter Thomas Vollnhofer fängt den Ball ab. Mario Sonnleitner fährt ins Leere.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Der 33-jährige Branko Boskovic (32) gegen den 30-jährigen Dennis Mimm (6).

Rapid Wien Wiener Neustadt

Auch in der 2. Halbzeit kommt Neustadt zu Chancen.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Was will uns das Bild sagen? Spontan fällt mir das Götz Zitat ein.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Steffen Hofmann gibt die Richtung vor, und Branko Boskovic zieht ab.

Rapid Wien Wiener Neustadt

Das Warten auf den Bus nach Hadersdorf. Wiener Neustadt war heute nicht zu knacken. Das ist die traurige Realität.

Anstoss: 19:00
Donnerstag, 22. August 2013
Dosensaft Konstrukt – Žalgiris Vilnius 5:0 (3:0)
Rindfleisch Arena, 7.900 Zuschauer

Tore:
1:0 (29.) Soriano
2:0 (37.) Soriano
3:0 (40.) Mane
4:0 (63.) Soriano
5:0 (68.) Hierländer

Wie es der Zufall will, wurde Žalgiris Vilnius auch in diesem Jahr ein Gegner aus Österreich zugelost. Ging es letztes Jahr in die Südstadt, so trat ich in diesem Jahr den Weg in die Salzburger Rindfleisch Arena an.

Für die Litauer war es bereits eine Sensation es in die 4. Qualifikationsrunde geschafft zu haben. Eigentlich rechnete man nach dem 2:2 zu Hause gegen den irischen Vertreter St. Patrick’s in der 1. Runde mit dem Aus. Doch der überraschende 2:1 Auswärtssieg öffnete die Tür in die 2. Runde, wo dann auch noch der armenische Vertreter Pyunik souverän aus dem Bewerb geworfen wurde. In der 3. Runde war es dann Lech Posen dass ohne Zittern und Zähneklappern aus dem Bewerb eliminiert wurde.

Red Bull Salzburg Zalgiris Vilnius

Die Akzeptanz und Popularität des Dosensaft Konstruktes erkennt man an der Auslastung des Heimstadions. Verschränkte Arme bedeuten in der Körpersprache übrigens Ablehnung. Wer kann es dem Herrn verübeln. Kaum Eintritt bezahlt, hat man diese Entscheidung ab der 1. Spielminute auch schon wieder bereut.

Leider fanden in diesem Jahr weniger Žalgiris Anhänger ihren Weg nach Österreich als letztes Jahr. Einige waren es aber dann doch die ihre Farben würdig und stimmgewaltig vertreten sollten.

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Auch diese zwei Damen in grüner Farbe betraten voller Zuversicht den Auswärtssektor der Salzburger Rindfleisch Arena.

Der gemeinsame Bierkonsum vor dem Spiel hielt sich in Grenzen, bzw. fand gar nicht statt, da die Litauer von der langen Anreise (etwa 25 Stunden) müde waren, und sich nicht noch zusätzlich mit Alkohol schwächen wollten. Alles für die Mannschaft, hiess ihr Motto. Und die wurde 90 Minuten lang unterstützt. Egal bei welchem Spielstand.

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Im Stadion wurde dann 90 Minuten durchgesungen.

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Auch in der Skybox waren Žalgiris Anhänger auszumachen.

Die Verpflegung im Dosensaft Konstrukt Heimstadion spottete jeder Beschreibung. Es gab am Kiosk ausschliesslich kalte Frankfurter serviert. Sowas muss man erst einmal zusammenbringen. 3 Euro für ein Paar kalte Frankfurter. Dafür durfte das alkoholfreie Bier zumindest warm gewesen sein. Auf eine Verkostung habe ich allerdings dankend verzichtet. Kalte Würstel, warmes Bier. Mit Sicherheit der bisher schlechteste Stadionkiosk in meinem Leben … Gratulation!

In den ersten Minuten drückten die roten Dosensaftsöldner auf das 1:0. Benötigten dafür aber dann doch immerhin eine halbe Stunde. Das 2:0 in der 37. Minute war umstritten und kann durchaus als Geschenk angesehen werden. Ich hab den Ball nicht vollständig über der Linie gesehen. Das 3:0 drei Minuten später kam nur dadurch zu Stande, da Mane rechts zu leicht an seinem ersten Gegenspieler vorbeiziehen konnte.

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Anstoss nach dem 0:1 Gegentreffer. Der Russe Pavel Komolov (10), der Pole Kamil Bilinski (19) und der Litauer Mantas Kuklys (88) mit hängenden Köpfen. Ob sie es bereits ahnten was in den folgenden Minuten noch auf sie zukommen wird?

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Der 36-jährige Žalgiris Innenverteidiger Andrius Skerla, als Litauer lange Zeit in Polens erster Liga tätig, im Duell mit Brasiliens Dosensportler Alan.

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Unsummen an Trainern und Spielern ausgeben, aber seinen Gästen nur kalte Frankfurter Würste und warmes Bier anbieten können. Das ist Red Bull Salzburg!

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Žalgiris Anhänger in der Halbzeitpause. Rückstand: 0:3. Am einen oder anderen Gesicht ist schon eine gewisse Bedrückung auszumachen.

Die zwei Tore in der zweiten Hälfte waren dann nur noch Draufgabe. Žalgiris hatte einige wenige Einschussmöglichkeiten. Man konnte sie aber nicht nützen. Da die roten Saftjünger diese auch hatten, geht das 5:0 aus sportlicher Sicht schon in Ordnung. Nicht jeden Tag kann man ein Düdelingen erwarten. Leider.

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Beim Stand vom 0:5 dränger die Dosensportler, wie auf diesem Bild erkennbar, auf ein weiteres Tor. Diesen Gefallen macht ihnen die Žalgiris Mannschaft aber nicht. Hier klärt der rechte Aussenverteidiger Georgas Freidgeimas auf der Linie.

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Die Tortur hat in der 90. Minute ihr Ende gefunden. Ein 0:5 Debakel ist zur Kenntnis zu nehmen. Die Getränkedosenfreunde feiern ihre Lieblinge.

Nach dem Spiel gab es dann noch Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Žalgiris Anhangs die gewaltsam ausgetragen wurden. Die Polizei musste einschreiten. Leider ein trauriges Ende eines traurigen Abends in jeder Hinsicht.

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Die Žalgiris Spieler bedanken sich für die tolle Unterstützung und verabschieden sich.

Red Bull Salzburg Zalgiris Vilnius

Am Zaun kommt es zu den ersten Meinungsverschiedenheiten zwischen den Anhängern untereinander und den Spielern. Bald sprechen die Fäuste.

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Die Polizei tritt in Aktion. So erlebt Žalgiris nicht nur auf dem Spielfeld ein Debakel, sondern auch auf den Rängen. Der milde Donnerstag Abend im August hätte mit Sicherheit besser enden können.

Das Positive: Žalgiris Vilnius kann sich jetzt voll auf die Meisterschaft konzentrieren. Man ist Tabellenführer mit 6 Punkten Vorsprung, und das obwohl man 2 Spiele weniger als der Zweitplazierte Atlantas Klaipeda ausgetragen hat. 10 Runden sind bis zum 10. November noch zu spielen. Das müsste doch zum ersten Meistertitel nach langer Zeit reichen! In der Meisterschaft hat man seit dem 12. März nicht mehr verloren. Man ist 19 Spiele ungeschlagen, und die aktuelle Siegesserie liegt bei 10 Spielen.

In diesem Sinne: Žalgiris laimės!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und am Donnerstag den 20. Dezember 2012 war es wieder soweit: Mein persönliches Jahrsabschlussessen in der Haltestelle z’Oftering.

Gasthaus Haltestelle Oftering

Kurz nach 11:00 betrete ich das Lokal.

Gasthaus Haltestelle Oftering NEWS Bezirksrundschau

Nach der Bestellung meines Essens wird die übliche Qualitätsjournalistik serviert: Bezirksrundschau und NEWS (Nicht Ein Wort Stimmt). Qualitätsjournalismus also vom Feinsten.

Gasthaus Haltestelle Oftering Knoblauchcremesuppe mit Croutons

Die Knoblauchcremesuppe mit Croutons war schon gut. Vielleicht ein klein wenig zu viel gesalzen.

Gasthaus Haltestelle Oftering Cordon Bleu mit Pommes Frittes

Der Hauptgang: Cordon Bleu mit Salat und Pommes Frittes. Das Fleisch war sehr gut, auch an der Füllung gab es nichts zu meckern. Auch der Preis war moderat: 11,40 Euro.

Als Wein gab es einen sogenannten „GV Amon“. Ein Achterl natürlich. Alles in allem kam das Essen auf 18,90 Euro. Mit 20 Euro habe ich bezahlt. Der Rest war Trinkgeld für die nette und aufmerksame Bedienung. Ich hoffe man sieht sich wieder in einem Jahr.

Rapid Wien – Metalist Charkow 1:0 (1:0)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 29.400, SR Hannes Kaasik (EST).

Tor:
1:0 (13.) Alar

Rapid: Königshofer – Schimpelsberger, Sonnleitner, Gerson, Schrammel – Heikkinen, Pichler – Trimmel (63. Drazan), Wydra (46. Kulovits), Burgstaller – Alar (76. Boyd)

Metalist: Gorjainow – Villagra, Gueye, Torsiglieri, Fininho (73. Edmar) – Torres – Marlos, Sosa, Blanco, Willian – Cristaldo

Rote Karte:
Pichler (44./Foul)

Gelbe Karten: Königshofer bzw. Fininho

Das Fazit aus diesem Spiel ist schnell verraten: „Immer wenn ich ein Euro League Spiel von Rapid besuche, wird es gewonnen.“ Und Euro League Siege von Rapid sind wohl alles andere als häufig, daher sehr ist die Tatsache nicht von der Hand zu weisen dass ich Rapid in der Euro League scheinbar Glück bringe.

Ganz gemütlich ging es in einem vollen Auto nach Wien. Die Temperaturen befanden sich am Gefrierpunkt, aber was tut man sich nicht alles an um seiner Pflicht als Sky konsumierender Rapidler nachzukommen, und zumindest ein Mal im Jahr ein Heimspiel von Rapid zu besuchen. Leider war es nicht das Hanappi, aber das Happel war ja auch ganz in Ordnung.

Der heutige Gegner, Metalist Charkow, ist ein Paradebeispiel der hässlichen Fratze des modernen Fussballs. Ein ukrainischer Verein ohne einen einzigen ukrainischen Feldspieler in der Startformation. Doch es kommt noch dicker. Von diesen 10 nicht-ukrainischen Feldspielern war nicht einmal ein einziger Europäer dabei. Mit Sicherheit eine der vielen Pervertierungen des modernen Fussballs. Es erschliesst sich mir nicht wir man von so einem Verein Anhänger sein kann und will. Aber gut, freuen wir uns lieber dass Rapid mit 9 Österreichern begonnen hat.

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Mit dem Auto gemütlich vorbei an den Lichtern des Praters. Zeitdruck hatten wir keinen. 30 Minuten vor dem Anpfiff waren wir bereits auf den Plätzen im Happel Oval.

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Obwohl es in diesem Spiel um nichts mehr ging, konnte sich die Kurve der eingefleischten Rapid Anhänger sehen lassen.

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Die Sicht auf das Spielfeld war wirklich perfekt. Besser gings kaum mehr.

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Die angereisten Ukrainer waren über die 90 Minuten relativ still. Sie hatten auch wenig zu jubeln.

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Rapid beginnt so wie ich mir das immer wünschen würde. Man geht in die Zweikämpfe und gewinnt sie auch, man spielt nach vor, und hinten lässt man in der ersten Halbzeit so gut wie nichts zu. Auch in diese Szene brennt es im Strafraum der „Wahl-Ukrainer“.

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Guido Burgstaller im Duell gegen zwei Wahl-Ukrainier an der Outlinie. Der Spieler mit der Nummer 25 heisst Marlos Romero Bonfim, und spielte 2011 noch für Sao Paulo. Sein Heimatverein ist der FBC Coritiba. Doch ganze 5 Saisonen spielte er für Sao Paulo.

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Nach 13 Minuten war es dann soweit. Rapid geht hochverdient 1:0 in Führung! Kurz vor der Halbzeit dann die unnötige rote Karte für Harald Pichler.

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Michael Schimpfelsberger beim Einwurf. In der zweiten Halbzeit agierte Rapid mit einem Mann weniger am Feld etwas vorsichtiger. Trotzdem kam man immer wieder zu guten Einschussmöglichkeiten.

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Metalist fand in Hälfte zwei viele Torchancen vor, doch Glück und Königshofer verhinderten ein Gegentor. Auch in dieser Szene sieht man Metalist im Vorwärtsgang.

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Gegen Ende des Spiels wurde der Rapid Anhang immer euphorischer. Dieser junge Rapidler verlor in seiner überschwänglichen Euphorie sogar seinen Schal.

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Die letzten Sekunden laufen. Königshofer schlägt noch einmal ab. Kurz darauf wurde abgepfiffen. Hurra! Rapid gewinnt 1:0! Jetzt noch zwei Siege in der Meisterschaft gegen Innsbruck und Neustadt und man kann als Rapidler beruhigt Weihnachten feiern.

Sonntag, 4. November 2012
Anstoss: 14:00

SC Offenhausen – SV Oftering 2:0 (0:0)
Grünbachtalstadion, 100 Zuschauer
Schiedsrichter Wolfgang Prandstätter

Torfolge:
1:0 Eigentor (59.) Gheorghe Manciu
2:0 Elfmeter (82.) Bernd Wiesinger

Für die Eulendorfer ging es heute zum Tabellenführer nach Offenhausen. In der ersten Halbzeit war nicht zu erkennen wer von den beiden Mannschaften die Tabelle anführt, und wer eher am unteren Ende der Tabelle beheimatet ist. Die Schlüsselszene der ersten Halbzeit war sicherlich als der „kahle Bomber“ Mili Beganovic alleine auf das Tor der Gastgeber lief und dann vom letzten Mann unschön gelegt wurde. Das hätte einen Ausschluss zur Folge gehabt, aber der Schiedsrichter liess seine Heimtendenz sprechen und beliess es bei einer gelben Karte, was auf der Tribüne folgende Reaktionen zur Folge hatte (Lautstärke voll aufdrehen):

In der zweiten Halbzeit durfte die Kabinenpredigt in der Kabine der Gastgeber dann gewirkt haben, denn Offenhausen ging wie ausgewechselt aus der Pause heraus. Oftering kam nur noch äusserst selten vor das Tor der Gastgeber, und so war auch der Führungstreffer für Offenhausen nur eine Frage der Zeit. Obwohl er in der 59. Minute sehr unglücklich zu Stande kam, und als ein ganzes Eigentor angesehen werden konnte. Doch Offenhausen hat diese Tormöglichkeit natürlich auch erzwungen.

Mit dem Elfmeter 8 Minuten vor dem Ende machten die Roten aus Offenhausen dann endgültig den Sack zu. Endstand 2:0. Die Tabellenführung wurde prolongiert. Oftering rutschte mit dieser Niederlage 3 Plätze auf Rang 10 ab. Sehr bitter …

SC Offenhausen SV Oftering

Das wunderschöne Panorama des Grünbachtalstadions. Im Blick der mutmassliche „Offenhügel“.

SC Offenhausen SV Oftering

Guter Besuch! War es die Tabellenführung (Eisern Gloryhunters!) oder der SV Oftering? Ich denke die Leute kamen eher wegen der Gäste. Der SV Oftering zieht ja bekanntlich immer. Sah man auch in Prambachkirchen.

SC Offenhausen SV Oftering

Der Ofteringer Andreas Blees bedrängt vom Offenhausner Josip Gavric.

SC Offenhausen SV Oftering

Der kahle Bomber und Stürmergott in einer Person, Mili Beganovic, beruhigt seine Mitspieler: „Ruhiiiig“, oder meinte er nur man sollte den Ball eher flach halten? Leider blieben meine Wünsche auf ein Exklusivinterview bisher ungehört. Auch in Prambachkirchen war er bereits weg, noch bevor ich meine Kamera auspacken konnte.

SC Offenhausen SV Oftering

David Katzinger war einer der auffälligsten Spieler im Dress der Offenhausner. Sehr agil und lauffreudig war er eigentlich überall am Feld zu finden. Doch besonders seine ausgefeilte Technik hatte es den Zuschauern angetan. Selbst der Ofteringer Anhang stellte da ehrfürchtig fest: „Eine Ballbehandlung wie ein Heiliger!“

SC Offenhausen SV Oftering

Ingomar Schmalwieser (SC Offenhausen) bringt Kevin Kohout (SV Oftering) zu Fall.

SC Offenhausen SV Oftering

Abstoss von Offenhausen Torhüter Marcus Heppner.

SC Offenhausen SV Oftering

Offenhausen Verteidiger Ing. Jürgen Heppner leitet einen Angriff der Gastgeber ein.

SC Offenhausen SV Oftering

Der stimmgewaltige Ofteringer Auswärtsmob verlangte von mir ein Lichtbild. Dieser Bitte kam ich natürlich gerne nach.

SC Offenhausen SV Oftering

Der Ofteringer Haris Balihodzic (10) im Duell mit Ingomar Schmalwieser, der eine sehr charismatische Spielweise an den Tag legte. Schon seine besondere Art sich aufzuwärmen zog die Blicke und das Interesse des Publikums auf sich.

SC Offenhausen SV Oftering

In dieser Szene konnte ich einen Energieanfall vom Ofteringer Gheorge Manciu einfangen. Der Sturmlauf über das halbe Feld blieb aber in der Offenhausener Defensive stecken.

SC Offenhausen SV Oftering

Wie immer gut besucht: das Heimstadion in dem Oftering als Auswärtsmannschaft antritt. Vor allem der weibliche Anhang der Offenhausner konnte das Flirten mit den Ofteringer Fans nicht lassen. Eine blonde junge Dame tat sich besonders hervor. Das lautstarke „Anbandeln“ auf der Tribüne mit dem Ofteringer Oberfan „Fingi“ Fingolf sorgte für heiteres Gelächter unter den sichtlich amüsierten Zuschauern.

SC Offenhausen SV Oftering

Ein entsetztes Gesicht des Ofteringer Vorarlberg Söldners „Baldi“ Baldauf. In der zweiten Halbzeit zeigten die Offenhausner dann warum sie an der Tabellenspitze standen.

SC Offenhausen SV Oftering

Ein Freistoss für Offenhausen beim Stand von 1:0 bringt in dieser Szene nichts ein.

SC Offenhausen SV Oftering

Im Blick der Ofteringer Fanblock links im Bild, und rechts unten der weibliche Fansektor des SC Offenhausen. Beide Gruppen lieferten sich während der 90 Minuten heisse Flirtduelle, und brachten so viele Zuschauer zum Lachen.

SC Offenhausen SV Oftering

„Auswärts immer dabei!“, lautet das Motto der Ofteringer Auswärtsfahrer. Sie zählen zu den Treuesten der Treuen.

SC Offenhausen SV Oftering

Diese Szene war für sie aber ein Stich in ihr Eulenherz. Elfmeter für Offenhausen!

SC Offenhausen SV Oftering

Manuel Davidovic, ein Spieler der vom FC Blau Weiss Linz nach Oftering gekommen ist, blickt völlig aufgelöst in das Leere. Das dürfte wohl die Entscheidung in diesem Spiel sein.

SC Offenhausen SV Oftering

Bernd Wiesinger läuft an …

SC Offenhausen SV Oftering

… und lässt Ofterig Torhüter Markus Bernsteiner keine Chance, obwohl dieser die Ecke erraten konnte.

Das war es dann auch. Mit einem 2:0 Vorsprung liessen die Gastgeber in den letzten 8 Minuten dann nichts mehr anbrennen. Man muss sagen, ein auf Grund der zweiten Halbzeit verdienter Erfolg des SC Offenhausen. Natürlich mit einem Ausschluss in der Torraub Szene der ersten Halbzeit hätte das Spiel in Hälfte zwei auch eine andere Wendung nehmen können, aber hättiwari spielt es nun mal nicht im Fussball, und so müssen daher auch die heiligen Eulen die heutige Niederlage so zur Kenntnis nehmen wie sie eben zustande gekommen ist …

Sonntag, 4. November 2012
Anstoss: 12:00

SC Offenhausen Reserve – SV Oftering Reserve 4:1 (2:0)
Grünbachtalstadion, 42 Zuschauer

Torfolge:
1:0 (3.) Thomas Stritzinger
2:0 (24.) Thomas Stritzinger
2:1 (53.) Martin Schmid
3:1 (65.) Johannes Paul Mühleder
4:1 (84.) Thomas Stritzinger

Ohne Walter Deschek, auch bekannt als Reini Reinke oder Jochen Jelinek, hatten die erfolgsverwöhnte Ofteringer Reserve heute nicht viel zu melden. Offenhausen als direkter Verfolger hinter Oftering auf Platz 3 (der Vorsprung schrumpfte nach dem Spiel auf 3 Punkte) machte kurzen Prozess mit den Eulendorfern, und schickte sie mit einer 4:1 Packung nach Hause, wobei Oftering mit der 1:4 Niederlage noch gut bedient war.

SC Offenhausen Reserve - SV Oftering Reserve

Bereits vor der Reservepartie ist die Kassahütte schon besetzt. Da hat es jemand wohl ganz dringend nötig. Ich bezahle die 3 Euro zähneknirschend. Als „Presse“ gehe ich hier wohl nicht durch.

SC Offenhausen Reserve - SV Oftering Reserve

Der Ofteringer Lukas Riegler (3) versuchte in der 84. Minute der Schaden noch zu begrenzen. Doch es half nichts. Oftering fing sich noch 2 Tore, wobei aber nur mehr eines gezählt hat.

SC Offenhausen Reserve - SV Oftering Reserve

Ob durch die Mitte, von links oder hier von rechts. Die Offenhausner kamen ständig von allen Richtungen. Vor dem Spiel wurden sie von den Ofteringern noch als „Monkey Town Citizens“ verspottet. Anscheinend haben sie von dieser pietätlosen Verhöhnung Wind bekommen und spielten daraufhin entsprechend motiviert. Doch ich denke der Hauptgrund des Debakels lag im Fehlen von Mittelfeldregisseur Walter „Deschek“ Reinke.

SC Offenhausen Reserve - SV Oftering Reserve

Und Offenhausen schon wieder im Vorwärtsgang. Sie konnten im Mittelfeld schalten und walten wie sie wollten. Oftering immer sehr weit vom Mann entfernt.

SC Offenhausen Reserve - SV Oftering Reserve

Der leidenschaftliche Pokerspieler Tscharks, nicht zu verwechsen mit Manfred Zsak, verfolgt einen Offenhausner. Er zählte heute noch zu den Besten seines Teams. Anscheinend nahm die Ofteringer Reserve das Wort „Team“ zu wörtlich: Toll Ein Anderer Machts.

SC Offenhausen Reserve - SV Oftering Reserve

In dieser Szene netzt der Offenhausner ein zum 5:1. Das Tor wird vom Schiedsrichter aber nicht anerkannt.

SC Offenhausen Reserve - SV Oftering Reserve

Florian „Fingolf“ Finges (2), auch bekannt als „Defensiver Diego für Arme“, eine Koryphäe der Fussball Abwehrkunst, versucht mit Pokerspieler Tscharks die desolate Abwehr zu ordnen.

SC Offenhausen Reserve - SV Oftering Reserve

Fingi immer hautnah am Mann. Der begnadete Abwehrkünstler immer ein Vorbild für die Jugend. Tscharks, eine Koryphäe der Pokerkunst, sichert hinter ihm ab.

Doch der ganze Einsatz war für die Würste. Die Reserve des SV Oftering geht mit 1:4 unter.

Viel hat sich in den letzten Jahren beim SV Oftering getan. Der Verein spielt vorne in der Liga mit, und auch die Reserve ist mit der vor einigen Jahren nicht mehr wiederzuerkennen. Am zweiten Tabellenrang hinter Eferding/Fraham zählt die SV Oftering Reserve damit zu den Spitzenmannschaften der 2. Klasse Mitte Ost. Nichts ist mehr geblieben vom Prügelknabenimage der früheren Tage.

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Ankunft in Prambachkirchen. Der Platz befindet sich gleich hinter dem Bahnhof. Die LILO Garnitur ruht sanft am Gleisbeet. Würde der LASKL in dieser Liga spielen, würde man sich bestimmt den Bus sparen und mit der LILO anreisen.

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Der SV Oftering heute zu Gast in der „Leopold Neumaier Sportanlage“.

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Die Enttäuschung ist Fingi „Fingolf“ Fingerlos in das Gesicht geschrieben. Er musste heute auf der Bank Platz nehmen. Zumindest in der 1. Halbzeit, wie sich später herausstellen wird. „Ohne sportliche Begründung“, fluchte er und konnte der Entscheidung seines Trainers Aigner nur wenig Verständnis entgegenbringen.

Anstoss: 13:30
Union Prambachkirchen Reserve – SV Oftering Reserve 2:3 (0:2)
Leopold Neumaier Sportanlage, 25 Zuschauer
Schiedsrichter: Roland Wimmer

Torfolge:
0:1 (11.) Roman Haidinger
0:2 (34.) Roman Haidinger
1:2 (47.) Marco Geislmayr
2:2 (65.) Markus Kloimstein
2:3 (70.) Roman Haidinger

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Oftering begann überlegen und benötigte nur 11 Minuten um in Führung zu gehen. Im Bild der Torjubel.

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Das Duell Markus Kloimstein (10 – Prambachkirchen) gegen Jochen „Leischi“ Jelinek (Oftering). Leischi „Jochen“ Knuter, Reini Leitner, oder der Mann mit den vielen Namen nagt derzeit an einem Karriereknick. Am Anfang des Jahres wollte ihn noch Landesligist Weisskirchen verpflichten, Westbahn liess ihn aber nicht gehen und verhinderte so den Sensationstransfer. Er musste noch eine halbe Saison lang bleiben. Im Sommer verliess er zwar Westbahn Linz, ging aber nicht in die Landesliga zu Weisskirchen, sondern in die Reservemannschaft der Ofteringer. Ein klassischer Karriereeinbruch. Heute agierte Reini „Jochen“ Jelinek als Spielgestalter im offensiven Mittelfeld. Er gewann viele Zweikämpfe und trieb die Mannschaft immer wieder nach vor. Mit der heutigen Leistung könnte man ihn ohne Zweifel als „Eulenmaradona“ bezeichnen. Um aber mit der Zeit zu gehen, nennen wir ihn „Eulenmessi“. Auch von der Statur her ist er Messi ähnlicher als Maradona.

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Der SV Oftering kontrollierte das Spiel und lag zur Pause hochverdient mit 2:0 in Führung. Im Bild ein Befreiungsschlag vom Prambachkirchner Florian Dobretzberger. Prambachkirchen stand 1. Halbzeit sehr unter Druck.

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Vor dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit dann der grosse Moment für Fingi „Fingolf“ Fingerlos. Mit einem lauten und kräftigen „HEE-EEH“ machte er alle Zuschauer darauf aufmerksam, dass er nun in der 2. Halbzeit auf dem Feld stehen würde. Im Bild: Fingi präsentiert seinen Bauchtanz. Er schwingt seine Hüften und bewegt sein Hinterteil. Die Freude über seine Einwechslung dürfte daher riesengross gewesen sein.

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Mannschaftskamerad Reinhold „Jeli“ Jelinek tröstet Fingi „Fingerlos“ Fingolf die ersten 45 Minuten versäumt zu haben.

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Doch Fingi macht sich nicht viel daraus, und beide lächeln anschliessend in die Kamera.

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In der zweiten Halbzeit muss auch noch der verletzte Josef Hammerl als Linienrichter einspringen. Er übernimmt diese Aufgabe natürlich gerne. Auch das Versprechen „ein Seiterl“ dafür zu bekommen, tat das Übrige für einen entsprechenden Motivationsschub bei.

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Hier lässt sich Jochen „Leischi“ Jelinek vom Prambachkirchner Christian Brunner umkurven.

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Und schon wieder das Duell Reini „Jelinek“ Reinke gegen Christian Brunner.

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Gefährliche Elfmetersituation gleich nach Beginn der zweiten Halbzeit. Die Hand es Ofteringers hätte beim Prambachkirchner eigentlichs nichts verloren. Die Pfeife blieb aber stumm.

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Der Ofteringer Martin Schmid leitet einen seiner gefährlichen Angriffe ein. Der SV Oftering befand sich in dieser Phase ständig im Vorwärtsgang. Prambachkirchen kam kaum zum Verschnaufen.

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Aus dem „Nichts“ dann aber der 1:2 Anschlusstreffer für die Gastgeber. Der gerade erst eingewechselte Fingi holt den Ball aus dem Netz. Ein Bauchtanz wäre hier mit Sicherheit nicht angebracht.

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Der Torjubel der Prambachkirchner fällt euphorisch aus. Immerhin hat hier der Drittvorletzte gegen den Tabellenzweiten getroffen.

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Die Tribüne war für diese Reservepartie relativ gut gefüllt. Der SV Oftering zieht eben.

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Von der Leopold Neumaier Sportanlage sieht man gut auf den historischen Ortskern.

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Oftering kontrolliert aber weiter das Spiel und Prambachkirchen bleibt ungefährlich. Auch dieser Angriff der Gastgeber geht in das Leere.

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Florian „Fingerlos“ Fingolf wird von Minute zu Minute immer stärker. Hier blockt er einen der wenigen Prambachkirchner Angriffe.

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Auch Oftering Altstar und Eulenlegende Tuzzi gibt sich die Ehre. Seine besten Tage sind gezählt. Er befindet sich jetzt im Fussball Ruhestand. Seine emotionale Nähe zum SV Oftering bekundet er mit einer SV Oftering Jacke.

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Fingi im Duell mit einem Prambachkirchner. Prambachkirchen in dieser Phase mit keinem einzigen Torschuss. Man kommt zwar hin und wieder vor das Tor der Eulendorfer, bleibt aber vollkommen harmlos.

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Der Prambachkirchner Stürmer Marco Geislmayr hebt zum Abflug an. Fingi hat ihn gelegt. Doch der Elfmeterpfiff bleibt wieder aus.

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Die Szene zum 2:2. Wieder einmal aus dem Nichts. Eckball von links … der Oftering steigt hoch und verfehlt den Ball, Kapitän Markus Kloimstein ist da und drückt den Ball über die Linie.

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Wahnsinn! Innerhalb kurzer Zeit kommt Prambachkirchen zwei Mal zum Abschluss, und zwei Mal zappelt der Ball im Netz.

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„Linesman“ Hammerl machte seine Sache gut. „Noch kein einziger Fehler von mir“, liess er mich wissen.

Nach dem 2:2 dauerte es nur 5 Minuten bis der SV Oftering abermals die Führung herstellen konnte. Der SV Oftering blieb weiter tonangebend und spielte die Partie dann schliesslich doch locker nach Hause. Prambachkirchen fehlte da einfach die Klasse um noch ein drittes Tor aus dem „Nichts“ erzielen zu können. Und hätten sie trotzdem noch das 3:3 gemacht, hätte Oftering mit dem 4:3 geantwortet. Das knappe Ergebnis spiegelt nicht das Spielgeschehen wider. Oftering war klar überlegen.

ÖFB Cup, 2. Runde
Beginn: Dienstag, 25. September 2012
Anpfiff: 19:00
Austria Klagenfurt – FC Admira Wacker Mödling 2:0 (0:0) n.V. 0:0
Sportpark Klagenfurt, 600 Zuschauer
Schiedsrichter: Sebastian Gishamer

Torfolge:
1:0 (115.) Thierry Fidjeu Tazemeta
2:0 Freistoss (118.) Matthias Dollinger

Dieses Mal verschlug es mich in die Stadt welche die Klage im Namen trägt.

2. Runde im Samsung ÖFB Cup, oder wie sich der jetzt nennt. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen ging es in die Arena des Grössenwahns. Ein 32.000 Zuschauer fassendes Stadion für einen Drittligisten. 600 Zuschauer waren es heute. Nur VIP Tribüne und die Haupttribüne waren offen. Der Rest des Stadions war gesperrt.

Zum Spiel. Die Admira begann resolut und spielte zügig auf das erste Tor. In den ersten Minuten dachte man nur die 1:0 Führung für die Gäste wäre nur eine Frage der Zeit. Doch mit dem Spiel bekamen die Gastgeber die Partie immer besser in den Griff. Die ersten Konter wurden gefahren, in der Defensive wurde man immer sicherer, und schliesslich nahm der Druck des Bundesligisten ab, und Austria Klagenfurt konnte die Partie immer offener gestalten.

Torlos ging es in die Pause, und auch in der 2. Halbzeit konnte Admira keinen Druck mehr aufbauen. Der Schiedsrichter kann viel sein, nur eines war er nicht, ein Heimschiedsrichter. Es waren vielleicht 4 oder 5 kritische Szenen im Strafraum der Gäste, aber Elfmeter für die Gastgeber gab es nie. Das Publikum wurde bei solchen Entscheidungen natürlich in Wallung gebracht. „Verbrecher“ war noch die freundlichste Bezeichnung für den Unparteiischen.

Als in der Verlängerung alles schon auf ein Elfmeterschiessen hindeutete, machte gerade jener Mann das entscheidende 1:0, der in den Minuten davor so gut wie unsichtbar geblieben war. So ist das meist mit den Stürmern. Es war ein schneller Vorstoss auf der rechten Seite von Daniel Lindorfer. Der brachte die Flanke in die Mitte, und da stand dieser Thierry Fidjeu Tazemeta, und drückte den Ball irgendwie über die Linie. Die 550 Klagenfurt Fans (ca. 50 waren von der Admira da) waren da natürlich restlos begeistert. Die endgültige Entscheidung besorgte Ex-Rapidler und Champions League Veteran Matthias Dollinger mit einem wunderschön gezirkelten Freistoss über die Mauer zwei Minuten vor Ende der Verlängerung. Da war es fix. Der Bundesligist FC Admira Wacker Mödling ist nicht mehr im Pokal vertreten.

Fazit: Ein völlig verdienter Erfolg der Klagenfurter. Natürlich hätte der Sieger auch Admira heissen können, wenn ihnen in der regulären Spielzeit ein Tor gelungen wäre, aber im Endeffekt waren die Klagenfurter um diese zwei Tore einfach bissiger. Ebenso hatte Austria Klagenfurt die besseren Einschussmöglichkeiten, und ein Stangenschuss in der 2. Hälfte sollte in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Dienstag um etwa 18:10. Der Weg zum Haupteingang.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Der Bus der Admira.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Der erste Blick in das Innere des Stadions.

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Das Luxusstadion für den Drittligisten. Rapid würde so etwas dringend benötigen, und bekommt es nicht.

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Nur ein Kiosk ist geöffnet. Es gibt drei kulinarische Genüsse: eine dicke Bratwurst (schaut nicht gut aus), ein heisser Hund (Hot Dog), und ein Paar Frankfurter. Ich entscheide mich für das Paar Frankfurter mit scharfem Senf und einer Semmel, und bin relativ gut damit gefahren.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Admira Co-Trainer Manfred Nastl. Noch vor wenigen Tagen musste er wegen Schiedsrichter Kritik 200 Euro blechen. Hier zeigt er einem seiner Spieler wie es gehen könnte. Der Cheftrainer Didi Kühbauer liess sich erst kurz vor dem Anpfiff blicken. Das ganze Aufwärmprogramm absolvierte Co-Trainer Manfred Nastl. Nastl absolvierte für die Wiener Austria 33 Einsätze, also durch diese Adern dürfte violettes Blut fliessen.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Der lustige Stadionsprecher plaudert aus dem Nähkästchen und lässt uns wissen was er heute zu Mittag gegessen hat. Eine echte Stimmungskanone. Er könnte durchaus auch einmal eine Sendung im ORF Hauptabendprogramm moderieren. Einen Peter Rapp oder Thomas Gottschalk moderiert der glatt an die Wand. Da gehe ich jede Wette ein.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Neo-Austria Klagenfurt und Ex-TSV Hartberg Coach Bruno Friesenbichler begrüsst den Gäste Trainer Didi Kühbauer. Man beachte den Sicherheitsabstand. Beim Didi kann man es ja nie wissen ob er gleich explodiert, da kann ein gewisser Sicherheitsabstand nicht schaden, wird er sich gedacht haben, der Bruno.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Die Mannschaften nehmen Aufstellung.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Es geht von Beginn weg gleich voll zur Sache.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Passend zur Kulisse grölten die mitgereisten Admira Fans: „Ohne Admira, wär hier gar nichts los …“
„Hobts scho amol zouilt wievül Leut do san?“, war die fragende Antwort eines Klagenfurters auf diesen grenzwertigen Sprechchor.
Eine durchaus berechtigte Frage, wie ich meine.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Admira drängt in den ersten Minuten auf das 1:0, doch die erste Angriffswelle verebbt bald.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Ein alter Bekannter mit der Nummer 19: Ex-Rapidler Matthias Dollinger. Diesmal allerdings in violett. Er hat das Kicken nicht verlernt und auch sein Einsatz liess nicht zu wünschen übrig. Mit Sicherheit ein Vorbild für die Klagenfurter Fussballjugend.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Das Entsetzen ist dem jungen Mann im roten Hemd in das Gesicht geschrieben. Admira konnte den Gastgeber nicht dauerhaft unter Druck setzen.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Austria Klagenfurt liess den Gegner kommen, aber nicht zu Nahe vor das Tor. In den schnellen Konterstössen war man dann immer brandgefährlich. So war Admira zwar immer leicht feldüberlegen, konnte aber keinen Druck aufbauen.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Der erste Elfmeteralarm für Austria Klagenfurt. Weitere sollten folgen. Die Klagenfurter reklamierten jedoch immer umsonst. In diesem Fall war es Siegfried Rasswalder der hier regungslos am Boden lag.

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Klagenfurts Peter Pucker im Duell mit Daniel Toth.

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Elegant gestoppt, aber … Abseits. Pech für Austria Klagenfurt.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Ein Freistoss durch Rene Schicker bringt nichts ein.

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Auch wenn die Admira keinen dauerhaften Druck ausüben kann, heisst es nicht dass sie zu keinen Torchancen mehr kommen würde.

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Wenn die Tische der Presseloge als Jausentische für den normalen Zuschauer missbraucht werden, dann ist dies ein untrügerisches Zeichen dafür dass dieses Stadion völlig überkonzipiert wurde.

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Ein weiterer alter Bekannter mit Rapid Vergangenheit in violett: der 29-jährige Hannes Eder.

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Der Assistent an der Linie stand mit dem Schiedsrichter oft auf Kriegsfuss. Schiedsrichter entscheidet Abstoss, Linienrichter zeigt den Eckball an. In einer anderen Situation gibt der Schiedsrichter Eckball, der Linienrichter entscheidet aber auf Abstoss. „Ein eingespieltes Team“, höhnte das kritische Heimpublikum.

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Daniel Drescher krümmt sich am Boden innerhalb des gegnerischen Strafraums. Seine Schmerzensschreie hallten in der weiten Arena. Das Klagenfurter Publikum konnte er damit nicht beeindrucken. Sie äfften seine Schmerzensschreie detailgetreu nach.

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Daniel Drescher wird von einem Betreuer vom Feld geleitet. Das Klagenfurter Heimpublikum überschlägt sich mit höhnischem „AUA AUA“ Gebrüll.

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Die Zuschauer sehen ein flottes Spiel mit sehr guten Chancen auf beiden Seiten. In dieser Szene hat die Admira wieder einmal eine Möglichkeit zum 1:0.

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Admira Trainer Didi Kühnbauer setzt gegen Ende der 2. Halbzeit noch einmal alles auf eine Karte. Doppeltausch: Thürauer und Sabitzer kommen. Dem Stadionsprecher fällt vor Schreck fast das Mikro aus der Hand.

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Doch auch nach 90 Minuten + 5 Minuten Nachspielzeit bleibt es beim 0:0. Didi Kühbauer versucht seine Spieler noch einmal für die Verlängerung zu motivieren.

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Doch 5 Minuten vor dem Elfmeterschiessen trifft Thierry Fidjeu Tazemeta zum 1:0. Das emotionale Heimpublikum erhebt sich von den Sitzen und applaudiert zufrieden.

Austria Klagenfurt Admira Wacker Mödling September 2012

Er war’s …

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3 Minuten später die endgültige Entscheidung. Matthias Dollinger trifft aus diesem Freistoss zum 2:0 in das Netz. Der Ball wurde elegant über die Mauer in das rechte obere Eck gezwirbelt.

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Der anschliessende Jubel. Das Klagenfurter Publikum erhebt sich wieder von seinen Sitzen.

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Matthias Dollinger wird auf der Anzeigentafel gewürdigt. Sicher einer der auffälligsten Spieler des heutigen Abends. Und das behaupte ich nicht nur wegen seiner eigenwilligen Frisur.

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Die Partie ist entschieden. Ich kann mich also auf den Heimweg machen.

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Als einer der ersten verlasse ich das Stadion.

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Ein Blick zurück auf die Haupttribüne. Das war heute mit Sicherheit eine sehenswerte Partie. Grossen Dank gebührt beiden Mannschaften. Ich denke Admira hat den heutigen Gegner nicht auf die leichte Schulter genommen. Austria Klagenfurt war einfach um nicht viel schlechter als Admira heute.

Euro League, 1. Runde
Donnerstag, 26. Juli 2012

FC Admira Wacker – Žalgiris Vilnius 5:1 (3:1)
Beginn: 21:05
Trenkwalder Platz, Maria Enzersdorf, 4.000 Zuschauer
Schiedsrichter Leontios Trattos (Zypern)

Torfolge:
1:0 (4.) Schwab
2:0 (14.) Elfmeter Jezek
2:1 (22.) Kuklys
3:1 (31.) Ouédraogo
4:1 (52.) Jezek
5:1 (70.) Hosiner

Žalgiris in der Südstadt. Das war natürlich ein Pflichttermin für mich. Die Südstadt: Parkplatzwüsten, Fast Food Buden, und Einkaufsmöglichkeiten wohin das Auge reicht. Hier fühlen sich wahrscheinlich auch nur Einkaufswütige oder der harte Kern der Admira Fans wohl. Ich konnte dem herben Charme der Asphaltmetropole nur wenig abgewinnen.

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Beim Eintreten in die SCS zum „Essen fassen“ kündigte sich ein kleines Unwetter an.

Nach einigen Bieren (mehrere Villacher und ein Gösser Zwickel), einer angeblichen Pizza die wohl nur zum Magen füllen gut war, zu mehr reichte es nicht, sollte es mit dem Auto (ich wurde gefahren) rasch in die Richard Trenkwalder „Arena“ gehen. Doch wie es der Teufel will, verfuhr sich mein Kutscher im Asphaltlabyrint. Auch die Hinweisschilder „zum Stadion“ waren etwas irreführend, da sich in diesem Ballungszentrum gleich mehrere wichtige Stadien befinden. Unter anderem kamen wir auch beim Wiener Neudorfer Stadion vorbei. Doch auf Grund der Hilfsbereitschaft der Eingeborenen kam man dann doch noch einige Minuten vor Anpfiff beim Kartenhäuschen an.

Der Securitymann wollte es beim Eingang ganz genau wissen. Aha, die Geldbörse. Darf ich amal reinschauen? Aha, das Android Telefon. Darf ichs amal anschauen? Aha, die Fotokamera. Aha, der Ausweis, usw … Anschliessend wurde ich von oben bis unten, und von hinten bis vorne abgetastet. Der bärtige Mann mit der dicken Brille liess nicht locker und bedachte mich eines prüfenden Blickes. Ich fragte ihn ob ich nun auch noch meine Hosen runter lassen sollte, er murmelte allerdings nur noch etwas von „Schuhe ausziehen“, und winkte mich durch … Kein Wunder wenn es viele Menschen vorziehen die Spiele gemütlich zu Hause vor dem Fernseher zu geniessen, als sich beim Eingang so einem Kasperltheater hinzugeben. Und da kann dann der Herr Kühbauer noch so jammern dass sich „seine Mannschaft mehr Zuschauer verdient hätte.“ Ich fühlte mich jedenfalls wieder einmal als zufriedener Sky Konsument bestätigt.

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Bei der Admira stand das heutige Spiel unter dem Motto: „Mehr Fahnen als Fans!“

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Pietu 4 Ultras on Tour.

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Der alte Mann mit der schwarzen Fahne. Das könnte der Titel eines langweiligen Romans sein.

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Die Tribüne war aber dann doch relativ gut gefüllt, und euphorisiert wurden die Fahnen geschwenkt.

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Auf der anderen Seite der mitgereiste Žalgiris Anhang. Selbst aus Kroatien waren Grün-Weisse angereist.

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21:05 – das Spiel kann beginnen!

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Anstoss, und die Žalgiris Anhänger begannen mit ihren Gesängen und hielten diese auch durch bis zum Schlusspfiff!

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Die ersten Chancen hat Žalgiris! Das fängt ja mal nett an.

Es dauerte nur 4 Minuten bis einem der erste Schlag in die Magengrube versetzt wurde. Stefan Schwab traf zum 1:0 für die Gastgeber.

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Mit dem ersten Spielzug der Admiraner zappelt der Ball auch schon im Netz. Stefan Schwab (22) lässt Torhüter Armantas Vitkauskas keine Chance.

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Der Jubel nach dem 1:0.

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10 Minuten später die nächste negative Szene im Strafraum der Gäste. Der zypriotische Pfeifenmann positioniert sich als Heimschiedsrichter und beglückt die Admira mit einem höchst fragwürdigen Elfmeter. Schiedsrichter Leontios Trattos fiel auch immer wieder durch seltsame Abseitsentscheidungen auf. Natürlich alle zu Gunsten der Heimmannschaft. Aber so ist das eben. Wennst im Heimspiel keinen anständigen Vorsprung herausschiesst, hast Du es im Rückspiel dann immer doppelt schwer mit so einem Schiedsrichter.

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Der Schiedsrichter zieht vor dem Elfmeter auch noch eine Show ab, und spielt sich unnötig auf.

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Der vergebene Elfmeter bleibt aus. Patrik Jezek trifft trocken zum 2:0.

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Da freut sich der Admira Wacker Mödling Anhang.

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Der strenge Wächter der Outlinie. Verschränkte Arme bedeutet Ablehnung, lernt man in jedem Vortrag über Körpersprache.

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Žalgiris gibt aber nicht auf und kämpft weiter. Dirbti! Dirbti! Ein Tor und man wäre wieder dran. Georgas Freidgeimas (3) versucht einen Admira Angriff zu unterbinden.

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Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Der Schiedsrichter pfeift ein Foul für Žalgiris.

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TOOOR! Publikumsliebling Mantas Kuklys trifft zum 2:1 Anschlusstreffer! Jetzt nur noch ein Tor und Žalgiris wäre weiter.

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So etwas sieht man nicht zum ersten Mal. Grün-weisser Jubel im Auswärtssektor der Südstadt!

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Die Stimmung ist nun am Höhepunkt. Alle gehen voll mit!

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Lai lai lai, lai lai, lai lai. Žalgiris laimės, Žalgiris laimės! Prieš varžovus Žalgiris laimės!

Leider aber machten die jungen Herren in den roten Triktos bald wieder alle Hoffnungen zu nichte. Bereits 9 Minuten nach dem Anschlusstreffer sorgte Issiaka Ouédraogo aus Burkina Faso mit einem Ferserltor für die 3:1 Vorentscheidung. Nun bräuchte Žalgiris wieder zwei Tore um aufzusteigen.

Die Chancen wären da gewesen. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden die hochkarätigsten Einschuss und Einköpfmöglichkeiten leichtfertig verjuxt. Dass sowas im Fussball bestraft wird, ist klar und bekannt. In der 52. Minute sorgte Patrik Jezek mit dem 4:1 dann für die endgültige Entscheidung. Aber da war klar, 3 Tore schiesst diese Žalgiris Mannschaft heute nicht mehr.

Es blieb aber ein Kampf um Schadensbegrenzung. Selbst beim 3:1 Rückstand wurde der Ball in der Abwehr oft lustlos hin und hergespielt, bis wieder einmal versucht wurde einen Angriff einzuleiten. „Keiner wollte Verantwortung übernehmen“, heisst das dann wohl. Auch die Spielzüge im Offensivspiel liessen zu wünschen übrig. Viel zu statisch wurde agiert. Pässe in den freien Raum suchte man vergebens. Die Räume wären da gewesen. Sie wurden aber nicht genützt. Hier gäbe es noch viel Luft nach oben, wie es immer so schön heisst. Aber die litauische „A Lyga“ und die „Euro Leauge“ sind ja auch zwei Paar Schuhe, wie man so schön sagt.

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Pump up the jam!

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Spinnen stehen im Admira Toilettenhäuschen unter Naturschutz! Die Hütte war jedenfalls voll davon.

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Der Blick in der zweiten Halbzeit auf das Spielgeschehen. Leichte Anflüge von Melancholie waren bei mir zu bemerken. Ja, ich hätte mir schon etwas mehr erwartet. Aber die Admira war im Verwerten ihrer Chancen gnadenlos.

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Tomislav Pek (18) wurde 2009 aus dem kroatischen Sisak geholt.

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Die Ausschank war mit zwei Leuten eindeutig überbesetzt. Welcher litauische Fussballfan trinkt alkoholfreies Bier? Das hätte man auch vor dem Spiel wissen können.

In der 70. Minute fing man sich dann noch das 5:1 durch „Ho-Ho-Hosiner“. Das war es dann auch. Žalgiris hielt bis zum Schluss tapfer dagegen. Aber umso länger das Spiel dauerte, umso weniger Offensivszenen bekam man von den Grün-Weissen aus Vilnius zu sehen. Aber … es war ja ohnehin schon alles entschieden.

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Abschied von den Žalgiris Spielern mit einer Träne im Knopfloch.

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Die Fans feiern noch einmal ihre Helden. Immerhin konnte in diesem Jahr der litauische Cupsieg errungen werden (Elfmeterschiessen gegen Ekranas).

FC Admira Wacker Möding - Zalgiris Vilnius Schalgiris

Offiziell mussten wir nach dem Schlusspfiff noch 15 Minuten im Sektor verharren. Inoffiziell waren es weniger als 15 Minuten.

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Wieder einmal Abschied von Žalgiris. Man wird sehen für wie lange …

Testspiel, 4. Juli 2012
Rapid Wien – Dundee United 3:0 (2:0)
Bad Wimsbach, 1.300 Zuschauer
Beginn: 19:00

Torfolge:
1:0 (17.) Ildiz
2:0 (20.) Drazan
3:0 (57.) Drazan

Testspiel heute gegen Dundee United in Bad Wimsbach. Klar, da ist man als Oberösterreicher natürlich dabei wenn es die Zeit erlaubt, und die Zeit hat es heute erlaubt. Mit einer Fahrgemeinschaft ging es von Wels in das verschlafen wirkende Bad Wimsbach. 1 Stunde vor dem Anpfiff war schon recht was los. Die Bierstände wurden belagert und die Bedienung wirkte leicht überfordert. Also nicht einmal wenn man eine Stunde vor Anpfiff eintrickst, kann man hier in Ruhe sein Bier bestellen. Auch nervig ist die Abzocke mit dem Bechereinsatz.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Ankunft in Bad Wimsbach bei tropischen Temperaturen.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Die ersten Schotten laufen mir über den Weg. My question: „Can I make a photo?“ Their answer: „Of courrrrrrrrrse“

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Rapid Trainer Peter Schöttel schreitet höchst graziös zu seiner Bank. Bei Trainer Rüpel Peter Pacult sah das immer etwas anders aus.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Das Spiel hat begonnen und Christopher Trimmel verschafft sich mit einem dezenten Blick den Überblick den er braucht.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Der neue Rapid Stürmer Terrence Boyd findet im Dundee United Torhüter seinen Meister. War es Steve Banks? Möglich, aber ich habe keine Ahnung. Selbst auf der offiziellen Dundee United Seite schweigt man sich über die heutige Aufstellung aus.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Wie mag er wohl heissen? Steve Banks? Ich weiss es echt nicht. Wenn einer die Antwort hat, bitte melden!!!

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Halbzeit! Erschöpft erreicht ein junger Dundee Spieler die Umkleidekabine.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

In der zweiten Halbzeit durfte Deni Alar ran. Boyd blieb in der Kabine.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Thomas Prager setzt sich links durch, und ein Schotte packt die Sense aus.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Thomas Prager und sein Gegenspieler.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Wieder eine Chance für Rapid. Selbst beim Stand von 3:0 fanden die Rapidler noch gute Einschussmöglichkeiten vor. Für Dundee hatte diese Partie am Beginn ihrer Vorbereitung nur die Bedeutung einer besseren Bewegungstherapie.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Trotzig sitzt der weibliche Helge Payer Fan mit dem Rücken zum Spielfeld. Man dürft der Dame erst kurz vor dem Spiel mitgeteilt haben dass der Vertrag von Helge am Saisonende nicht mehr verlängert wurde. Menschen können manchmal echt gemein sein.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Das Spiel ist aus! Ein lockerer Testspielkick geht mit 3:0 für die bessere Mannschaft zu Ende.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Die Fahne des Fanclubs „A90 Arabs“. Wie kam Dundee United zum Namen „Arabs“? Auch diese berechtigte Frage konnte ich in Erfahrung bringen. Früher war der Club so arm dass man sich keinen Rasenplatz leisten konnte. Man spielte auf Sand. Sand gibt es ja auch bei den Arabern viel. Daher: Arabs.

Umso länger der Schotte allerdings sprach, umso weniger konnte ich verstehen. Es würde wohl den Rahmen sprengen über dieses vertrauliche Gespräch von Fan zu Fan hier zu berichten.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Wenn man schon mal am Spielfeld steht, kann man ja auch gleich mal den Rasen inspizieren. Ergebnis: sehr schön und gepflegt.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Dundee United Fans: 0:3 verloren aber trotzdem lustig. Die Jungs vom Arabs Fanclub „A90“ holen sich ihre Fahne.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Und die nächste Dundee Fans kreuzen unseren Weg. Sie waren die grosse Attraktion heute in Bad Wimsbach.

Rapid Wien Dundee United Bad Wimsbach 2012

Am Abend feierten dann selbst die Dorfsenioren Bad Wimsbachs den eindeutigen 3:0 Triumph von Rapid. So gehört es sich, und nicht anders.

Rechtzeitig zur Euro 2012 ist heute der Adidas Euro Ball 2012 „Tango 12“ eingetroffen!

adidas euro ball 2012 tango 12

Erstmalig soll er am Dienstag Abend den 29. Mai 2012 zum Einsatz kommen. Auf gute Kombinationen und sehenswerte Torabschlüsse!!!

Nach dem Stadtderby von Vilnius am Samstag, ging es nur für wenige Stunden in das Bett. Um 3:00 Uhr Nacht hiess es schon wieder aus den Federn klettern, um nach Daugavpils aufzubrechen. Hier erwartete mich das Spitzenspiel der lettischen Virsliga. Der Tabellenführer Daugava Daugavpils empfing den unmittelbaren Verfolger Liepājas Metalurgs.

Von Vilnius ging es also nachts mit dem Taxi zum Bahnhof, und mit einer Lokalbahn entlang der weissrussischen Grenze in Richtung Norden. Sumpfige Wiesen und Felder säumten den Weg. In der Station Visaginas war Endstation. Ein Bahnhof mitten im Wald. Ich marschierte zu Fuss weiter in Richtung Norden bis zum nächsten Taxistand. Das Taxi brachte mich in die Stadt Visaginas. Auch die Stadt war umringt von Wald. Litauisch hörte man hier nicht mehr viel. Ich befand mich zwar noch in Litauen, doch ich hörte nur mehr noch die russische Sprache: Privet, Dawai, Karashou, etc …

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Da stand ich nun. Öffentliche Verkehrsmittel? Ich entdecke eine Bushaltestelle mit einigen Leuten davor. Da schliesse ich mich an, denke ich mir. Nach einer kurzen Weile kommt auch schon ein Kleinbus daher. Die Verständigung mit dem Busfahrer ist schwer. Kein Englisch, kein Deutsch, und auch mit dem Litauisch hat er scheinbar keine rechte Freude. Ich drück ihm einfach einen Geldschein und einige Münzen in die Hand. Er mustert das Geld kritisch, gibt mir eine Münze zurück, und nickt zufrieden mit dem Kopf.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Der Fahrer vertritt sich draussen seine Füsse. Der Bus ist schon relativ voll besetzt. Ich warte so geduldig auf meinem Platz bis die Fahrt los geht. Ich bilde mir ein „Daugavpils“ in Wortfetzen irgendwie vernommen zu haben. Wird schon in die richtige Richtung gehen.

Der alte Mann steigt nun in sein Gefährt und beginnt die Fahrt. Schlaglöcher lassen den Bus ständig ordentlich durchrütteln. Es geht also weiter in Richtung Norden. Wir passieren den Ort Zarasai. In Zarasai sieht es etwas freundlicher aus als in Visinginas. Nach der lettischen Grenze geht es nur mehr gerade in Richtung Daugavpils.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Sonntag um 8:43 sehe ich zum ersten Mal die Stadt und den Fluss Düna (lettisch: Daugava). Die Fahrt mit dem Kleinbus dauerte etwa 2 Stunden.

Der Bus überquert die Brücke und hält im Busbahnhof. Jetzt habe ich es schon mal in die Stadt geschafft.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Daugavpils am Sonntag Morgen. Ich spaziere durch die Innenstadt und fühle mich wie der letzte Mensch auf Erden der irgendeine Katastrophe überlebt hat. Keine Menschenseele auf der Strasse. Auch der Bahnhof, er ist geöffnet, aber keiner da. Absolut keiner.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Nach einer Weile kommt dann jedoch schon etwas mehr Leben in die Stadt. Ich gehe zum Hotel Latgola und nehme mir ein Zimmer. Die Uhr zeigt 9:30.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Das Hotelzimmer sieht ordentlich aus. Kostet 50 Euro die Nacht.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Ein kurzer Blick aus dem 7. Stock.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Im Restaurant im obersten Stockwerk des Hotels treffe ich zwei Spieler der Gastmannschaft Liepājas Metalurgs. Das trifft sich ja gut für ein Foto. Ich habe keine Ahnung wie diese zwei Spieler heissen, aber ich denke in Lettland sind sie bestimmt zwei grosse Stars. 😀

Den restlichen Vormittag und den anbrechenden Nachmittag erkunde ich die Stadt. Daugavpils hat 103.000 Einwohner, war im und nach dem 1. Weltkrieg heiss umkämpft, besitzt eine Festungsanlage aus dem frühen 19. Jahrhundert, und wurde auch im 2. Weltkrieg nicht verschont. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt bleiben aber im bescheidenen Rahmen. Wie schön dass hier zumindest heute ein Fussballspiel stattfindet.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Vor dem Spiel noch ein lettisches Bier: Aldaris. Gut hat es geschmeckt!

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Der Marsch zum Stadion dauert eine Weile, und führt mich über die Gleisanlagen der Stadt. So sieht mein erster Blick in das Innere der Anlage aus.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Die Haupttribüne von aussen. Hier befinden sich auch die Spielerkabinen. Aus einer Kabine tönt laute Rockmusik.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Der Eintritt kostet einen Lat. Also 1,40 Euro. Im Stadion sehe ich mich gleich etwas um. Im Bild: die Westkurve.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Die Tribüne für das gemeine Volk. Hier darf ich also sitzen.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Bei genauerer Betrachtung vergeht einem das Sitzen aber dann relativ schnell.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Zum Glück hat ein netter Russe eine alte Zeitung für mich. Darum hatten also alle Zuschauer vor dem Eingang eine Zeitung unter ihren Achseln geklemmt. Und ich dachte schon hier handelt es sich um ausgesprochen intellektuelle Fussballbesucher.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Die Zeit vergeht. Ich beobachte beide Mannschaften aufmerksam bei ihren Aufwärmübungen. Plötzlich marschiert der Auswärtsmob von Liepājas Metalurgs auf. Grimmige Männer im besten Alter. Mit versteinerten Mienen schreiten sie unter der Tribüne der Daugava Anhänger vorbei. Das ganze Stadion ist mucksmäuschenstill.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Doch der harte Kern der Daugava Ultras lässt sich von so einer Aktion natürlich nicht beeindrucken. Sie erheben sich von ihren Sitzen und geigen ihnen ihre Meinung. Natürlich alles auf Russisch. Daugavpils befindet sich zwar in Lettland, und Lettisch ist auch die offizielle Amtssprache, jedoch auf der Strasse, in Lokalen und eben auch im Fussballstadion hört man nur die russische Sprache.

Lettland, 1. Liga (Virsliga)
Daugava Daugavpils – Liepājas Metalurgs 0:0
Beginn: 16:00
Stadions Celtnieks, 500 Zuschauer

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Das Spiel kann also beginnen. Wie man sieht, bietet die „Haupttribüne“ nicht gerade eine grosse Anzahl von freien Plätzen. Ein erlauchter Kreis von Fussballliebhabern darf am exklusiven Balkon Platz nehmen. Die Gäste von Liepājas Metalurgs spielen in rot-weiss. Daugava Daugavpils, die Gastgeber, in weiss.

Eines möchte ich noch anmerken bevor das Spiel beginnt. Der Stadionsprecher verübelte meine Laune bis zum Anpfiff mit einem hundsmiserablen Musikgeschmack. Irgendeine unbekannte Hardrockmusik aus den 70er Jahren … wirklich … ÜBELST … ich habe ja in den verschiedensten Stadien die ich in meinem Leben besucht habe ja schon viel Musik gehört. Auch Stücke die mir weniger bis gar nicht gefallen haben. Ich denke das ist ganz normal. Aber diese Beschallung war mit Sicherheit die mieserabelste und geschmackloseste Stadionmusik meines gesamten Lebens!

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Daugavpils beginnt das Spiel ruppig und kauft den Gästen gleich die Schneid ab. Ich muss hinzufügen dass Daugava Daugavpils als die aktuelle Überraschungsmannschaft Lettlands gilt. Der Verein hat nicht die finanziellen Mittel wie etwa Liepājas Metalurgs oder auch Ventspils. So gesehen muss man auch das Spielgeschehen richtig bewerten. Hier spielt nicht der überlegene Tabellenführer gegen die Gäste die sich fürchten müssen, sondern der Gastgeber ist hier in diesem Spiel der leichte Aussenseiter.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Aber dass die Tabellenführung von Daugava Daugavpils kein Zufall ist sieht man schon in den ersten Aktionen. Ein eleganter Haken von Daugavpils und den Metalurgs Verteidiger sitzt es auf den Scheisser.

Von Anfang an kann man das taktische Konzept der Gastgeber klar erkennen. Man steht hinten gut und kompakt. Bei Ballverlust ergibt das ein 4-3-3. 3 Stürmer warten vorne an der Mittellinie auf die Konter. Wird der Ball erobert, schaltet man blitzschnell auf 3-4-3 um. Ein wahres Spektakel für mich, und eine Freude dieses Spiel sehen zu dürfen. Der Favorit Liepājas Metalurgs hatte da mächtig zu knabbern und kam relativ oft in Bedrängnis. Selbst wurde man kaum zwingend. Die Viererkette von Daugava Daugavpils stand einfach zu gut.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Daugava Daugavpils kam in Konterstössen immer wieder schnell über die Aussenpositionen nach vorne. Das passierte in einem atemberaubenden Blitztempo. In dieser Situation hatte Liepājas Metalurgs aber aufgepasst. Daugava Daugavpils spielte sich trotzdem reihenweise 100%ige Einschussmöglichkeiten heraus von denen sie aber keine einzige nützen konnten. Eine Tragödie! Im Bild: Genādijs Soloņicins (20) und der litauische Legionär in Diensten Metalurgs Tomas Tamošauskas (9).

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Der Spielaufbau von Metalurgs in Person des Angreifers Jurģis Kalns (8) wird abgeblockt. Für Jurģis Kalns ist es bereits die 3. Saison bei Liepājas Metalurgs.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Eine relativ vollbesetzte Tribüne. 500 Zuschauer sollen es offiziell gewesen sein. Könnte hinkommen.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Wieder verjuxt Daugava Daugavpils eine von ihren Riesenchancen in der ersten Halbzeit. Liepājas Metalurgs versuchte zwar das Spiel zu machen, blieb aber weiter völlig harmlos.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

… und wieder … viel Raum auf der linken Seite für Daugava Daugavpils. Der Georgier Bidzina Tsintsadze bricht durch und bringt die gefährlich Flanke.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Blick auf den erlauchten Kreis der Fussballfeinschmecker.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Ein Zaungast.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Man sieht es ihm im Gesicht an. Liepājas Metalurgs Verteidiger Mindaugas Bagužis (Litauer aus Kruoja) ist schon genervt von den schnellen Vorstössen der Gegner.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Abstoss von Daugava Daugavpils Torhüter Kaspars Ikstens.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Hier haben wir es mit dem russischen Daugava Daugavpils Verteidiger Dmitriy Polovinchuk zu tun. Eine sehr auffällige Gestalt, die sich auch immer in das schnelle Offensivspiel einschaltete. Dmitriy Polovinchuk wurde im Winter vom russischen Zweitligisten Torpedo Vladimir verpflichtet.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

In der zweiten Halbzeit änderte sich erst einmal nicht viel. Nur langsam kam Liepājas Metalurgs immer besser in das Spiel, und der Elan der Gastgeber schien nachzulassen.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Doch zu Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild der ersten Halbzeit. Wieder einmal geht ein Schuss von Daugava Daugavpils aus guter Position nur drüber.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Nach 75 Minuten verlasse ich wieder meinen Tribünenplatz, um das Spiel aus einer anderen Position beobachten zu können.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Liepājas Metalurgs wird nun immer besser, und Daugava Daugavpils kommt nun auch selbst hinten immer öfter in das Schwimmen. Das Spiel auf Messers Schneide? Gespannt blickt das Publikum auf das Spielfeld.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Das dürfte einer der zwei Spieler aus dem Hotel sein. Sein Name? Andrejs Prohorenkovs. 35 Jahre alt, spielt seit 2008 für Liepājas Metalurgs, eine treue Seele sozusagen im heutigen Profigeschäft.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Nach einer kritischen Entscheidung des Schiedsrichter springen die Daugava Ultras empört auf!

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Der Druck von Liepājas Metalurgs wird nun immer grösser. Hat Daugava keine Kraft mehr? Im Bild: Freistoss von Valerijs Afanasjevs (19).

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Elfmeteralarm im Strafraum der Gastgeber in den letzten Spielminuten. Doch die Pfeife des Schiedsrichters bleibt stumm.

So endet ein tolles Spiel 0:0. Ein spektakulärer Fussball von Daugava Daugavpils in der ersten Halbzeit, und ein wütender Sturmlauf von Liepājas Metalurgs in den letzten 10 Minuten werden mir von diesem Spiel in Erinnerung bleiben. Ich denke der verdiente Sieger wäre Daugava Daugavpils gewesen. Sie hatten über 90 Minuten eindeutig dir grössere Anzahl an zwingenden Torchancen. Hätte sie eine davon genützt, wären sie als Sieger vom Platz gegangen. Wird sicher spannend jetzt weiter die lettische Liga im Internet zu verfolgen. Zumindest weiss ich jetzt in welcher Weise Daugava Daugavpils die Punkte zu machen pflegt. Bin nach diesem Spiel mit Sicherheit ein kleiner Daugava Daugavpils Anhänger geworden: DAU-GA-VA! Der Schlachtruf der Daugava Ultras.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Noch ein Blick zurück. Abschied nehmen fällt mir immer so schwer, wenn mir ein bestimmter Ort an das Herz gewachsen ist. Ja, Daugava Daugavpils ist mir nach diesem Spiel an mein Herz gewachsen.

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Ich war dabei! 😀

Daugava Daugavpils - Liepājas Metalurgs Dünaburg Virsliga Lettland Latvia

Ich lasse den Abend im obersten Stockwerk des Hotels mit einem Buch von Joachim Fernau (Ave Cäsar) gemütlich ausklingen. Morgen Früh muss ich schon wieder Abschied nehmen von Daugavpils. Die Rückreise ist aber weniger kompliziert. Direkt mit dem Schnellzug von Daugavpils nach Vilnius.

Wenn man dem Taxifahrer sagt, er möge einem doch zum Stadtderby fahren, extra darauf hinweist dass diese Partie nicht wie von ihm behauptet im alten Žalgiris Stadion stattfindet, und er einem dann im Anschluss trotzdem in der bereits halb verfallenen Spielstätte aussteigen lassen möchte, in der schon seit Ewigkeiten kein Erstligaspiel bestritten wurde, dann wird einem wieder bewusst dass Fussball in Litauen so etwas wie eine exotische Randsportart zu sein scheint.

Schliesslich konnte ich den Taxikutscher dann trotzdem dazu bewegen mich in den Norden der Stadt zu bringen. Dort wo die Sportima Arena steht. Obwohl das beste Fussballwetter herrschte dass man sich überhaupt nur vorstellen konnte, fand das Stadtderby zwischen Aufsteiger REO Vilnius und Žalgiris Vilnius in einer überdachten Halle statt. Angeblich bestand REO als Heimmannschaft darauf nicht in freier Natur zu spielen. Ein sonderbarer Verein, wenn dies wirklich so stimmen sollte.

50 Litas verlangte schliesslich der Taxler von mir. Ich blicke ihm tief in die Augen und sagte: „dauuuuug“, was soviel wie „viiiiiel“ bedeutete. Es packte ihn das schlechte Gewissen, und er reduzierte seine Forderung auf 40 Litas. Immerhin 11,50 Euro.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

So stehe ich vor der Sportima Arena. Der Andrang hält sich noch in Grenzen. Noch 50 Minuten bis zum Anpfiff. In einem kleinen Kammerl erstehe ich meine Eintrittskarte. Der Preis macht 10 Litas (2,90 Euro) aus. Wahrscheinlich Top bzw. Derbyzuschlag denke ich mir. In Siauliai bezahlte ich ja nur 3 Litas für meinen Eintritt. Naja, Hauptstädte sind ja bekanntlich immer teurer als die Provinz. Ich möchte aber nicht klagen, schliesslich bin ich als Österreicher ja ganz andere Eintrittspreise gewohnt. Ich sage nur: Südtribüne Hanappi Stadion.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Noch nicht viel los im Inneren der Sportima Arena. Der Durst auf ein Bier bleibt mir in der Kehle stecken. Kein Bierstand verfügbar. Nicht einmal Getränkeverkäufer. Das Höchste der Gefühle sind einige Getränkeautomaten mit Zuckersäften und ausgefeilten Kaffeekreationen. Ich schreite an ihnen vorbei und versuche mein Verlangen nach Bier mental zu unterdrücken.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

So sieht sie also aus, die Sportima Arena im Norden von Vilnius.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Keine Frage, hier könnte man auch den Winter durchspielen.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Als ich mir einen schönen Platz suchen möchte, werde ich auch schon von einem Ordner belehrt. „Negalima“, meint er zu mir. Ich darf hier nicht sein. Dürfte sich um VIP Plätze handeln, denke ich mir. Das Komische daran: die VIP Plätze haben eine Sichtbeeinträchtigung durch ein Sicherheitsnetz. Direkt auf der anderen Seite gibt es keine Sichtbehinderung, und hier darf ich sitzen, da es sich um keine VIP Plätze handelt. Als ich meine litauischen Freunde auf diese absurde Regelung hinwies, begannen sie herzhaft zu lachen und meinten nur lapidar: „This is Lithuania!“ Naja, mir sollte es recht sein das Spiel ohne Sicherheitsnetze vor den Augen geniessen zu dürfen.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Ich wandere also auf die andere Seite des Platzes.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Der Blick zurück auf die heilige VIP Tribüne (rote Sitze), auf der ich nicht Platz nehmen durfte.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Doch auf der andere Seite gibt es viel bessere Plätze. Ob das die VIP Gäste wissen?

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius 1:2 (0:0)
Beginn: 17:00
Sportima Arena, 1.350 Zuschauer
Schiedsrichter: J.Paškovskis (Vilnius)

Torfolge:
1:0 (47.) Soslan Dzhioev
1:1 (57.) Callum Elliot
1:2 (87.) Tomislav Pek

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Doch nun genug der Vorberichterstattung. Die Spieler kommen auf das Feld. REO in weiss und Žalgiris traditionsgemäss in grün und weiss. Das Spiel kann beginnen.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Was ist der Aufsteiger REO Vilnius eigentlich für ein Verein? Und was bedeutet REO? Eine Frage die mich schon seit langem quält. Und zwar seit ich sie vor einem Jahr zum ersten Mal gesehen habe. Den Bericht über dieses Spiel kann man übrigens hier nachlesen: http://www.rapidler.at/2011/06/24/reo-vilnius-nevezis-kedainiai-01-00/.

Nun, nach Auskunft meiner litauischen Freunde ist REO Vilnius das Spielzeug eines Politikers der einen Parlamentssitz hält. Ich spare mir detailierte Fragen über die ideologische Ausrichtung dieser Person. Sehr beliebt dürfte er im Volke aber nicht sein, da mir versichert wird dass REO Vilnius in der ganzen Stadt verhasst sei.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Das Spiel selbst geht recht flott dahin. Mein Sitznachbar sieht riesengrosse Qualitätsunterschiede zwischen den Mannschaften. Zu Gunsten von Žalgiris versteht sich. Ich kann diese Einschätzung aber nicht teilen. Sicher, Žalgiris ist leicht feldüberlegen, so wie in Siauliai, doch zwingende Einschussmöglichkeiten sehe ich in der 1. Halbzeit nur wenige, und die eine Chance die REO hat, ist so gut wie alle Torchancen von Žalgiris zusammen.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Der Trainer von REO Vilnius, Stasys-Vytautas Baranauskas (Mitte), nimmt von der 1. Minute an freiwillig lieber stehend auf der Tribüne Platz, anstatt auf der Trainerbank zu sitzen. Wenn ihn der Schiedsrichter bestrafen wollen würde, wäre die Verbannung auf die Tribüne also keine richtige Strafe. Baranauskas müsste daher also entweder die Halle verlassen oder … auf der Trainerbank Platz nehmen. Was für eine Strafe wäre das wohl für ihn? Als Österreicher ist mir sein Name natürlich ein Begriff. Er spielte von den Jahren 1990 bis 1994 für Pasching, FavAC, und der Vienna.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

REO steht hinten sehr gut. Die nicht zwingenden Torchancen für Žalgiris in der ersten Halbzeit kann man wohl an einer Hand abzählen. Baranauskas hat seine Truppe gut eingestellt.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Auch in dieser Situation scheitert einer der Žalgiris Angriffe. Žalgiris Vilnius ist zwar feldüberlegen, kann aber wenig damit anfangen.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Auch hier: Žalgiris Vilnius greift an – und scheitert noch vor einem Abschluss.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Die 2. Halbzeit beginnt mit einem schnellen Angriff von REO Vilnius …

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

… daraus resultiert kurz nach dem Anpfiff zur 2. Halbzeit der für mich nicht überraschende Führungstreffer. Einige Minuten später die 100%ige Chance zum 2:0 für REO. Doch es versagen dem REO Stürmer die Nerven. Das wäre wohl die Vorentscheidung gewesen.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Der REO Anhang provoziert mit dem römischen Gruss.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Langsam aber sicher findet Žalgiris Vilnius aber immer besser in das Spiel.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Schliesslich gelingt der Ausgleich in der 57. Minute. Ein verlängerter Schuss aus schrägem Winkel. Erstklassig gemacht vom schottischen Torjäger Callum Elliot. Danach hat er es eilig den Ball wieder auf den Anstosspunkt zu bringen. Keine Frage, der Schotte möchte jetzt die 3 Punkte.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Der REO Fanblock im Blick. Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich bei einem REO Heimspiel von lautstarken Fans noch nichts bemerkt. Nun zählt der aktive Anhängerklub bereits 7 Personen. „Da entsteht was Grosses“, würde ein euphorisierter FC Red Bull Konsument wohl dazu sagen.

Was sie wohl antreibt einen Verein wie REO gut zu finden? Ob es sich dabei um die Parteijugend des Politikers handelt? Oder um Brüder und Cousins der Spieler? Um die wahren Hintergründe direkt an der Quelle zu erforschen fehlt mir aber die Motivation.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Auf dieser Tribüne verbrachte ich die ersten 75 Minuten. Jetzt wechsle ich noch einmal die Seite.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Auf der anderen Seite der Tribüne: Die Žalgiris Fans.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Auf meine Frage an einen Žalgiris Ultra was er denn von REO Vilnius halte, meinte dieser: „They are shit!“ Vielleicht hätte ich die Frage intelligenter stellen sollen. Irgendwie hat mich die Antwort nämlich nicht überrascht.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

In den letzten 10 Minuten der Partie drängt Žalgiris wehement auf den Siegestreffer. REO ist vollkommen unter Druck. Warum geht es erst jetzt auf einmal? Sind es die schwindenden Kräfte von REO? Hat Žalgiris noch einmal die berühmte zweite Luft bekommen? Ein Tor von Callum Elliot wird auch nicht gebeben. Die Dramatik treibt in den letzten Minuten auf ihren Höhepunkt zu.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Gespannt verfolgt der Žalgiris Anhang das Geschehen.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Packende Szenen vor dem REO Tor gibt es fast im Sekundentakt. REO kommt in dieser Phase des Spiels kaum mehr zum Verschnaufen.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

… und wieder eine Chance für Žalgiris dahin. Callum Elliot rauft sich seinen kurzgeschorenen Kopf.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Die Zuschauer sehen eine packende Schlussphase mit Žalgiris am Drücker.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

TOOOR! Schliesslich ist es doch noch passiert. Der auf Grund der 2. Halbzeit verdiente Siegestreffer 3 Minuten vor dem Ende.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Die Žalgiris Fans toben! Derbysiege sind ja immer schön.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Die 3 Punkte werden in den wenigen verbleibenden Minuten souverän nach Hause gespielt.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Schlusspfiff und Ende. Žalgiris Vilnius gewinnt das Stadtderby 2:1. Noch ein Blick zurück auf die überdachte Spielstätte. Taxi nehme ich jetzt keines mehr. Ich fahre mit dem Bus nach Hause.

REO Vilnius – Žalgiris Vilnius Sportima Derby

Zwei Fussballspiele direkt an einem Tag. Wann hatte ich sowas das letzte Mal? Muss Ende der 90er gewesen sein. 1. FC Nürnberg gegen Fürth am Nachmittag und am Abend Rapid Wien gegen FC Linz in Linz. 😀

Samstag um 10:00 möchte ich mich zum Zweitligaspiel Polonija Vilnius gegen Lietava Jonava begeben. Polonija Vilnius ist der Aufsteiger aus der 3. Liga. Lietava Jonava ein gestandener Zweitligist. Die Meisterschaft der 2. litauischen Liga ist noch relativ jung. Polonija Vilnius hat sein bisher einziges Spiel gewonnen. Für die Gäste aus Jonava ist es ihre erste Partie.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Von 10:00 bis 11:00 warte ich an dieser Bushaltestelle auf den Mikrobus in das Stadtzentrum. Erst kurz nach 11:00 dämmert es mir dass heute Samstag ist, und Mikrobusse daher nicht verkehren. Ich vergewissere mich meines Verdachtes bei der Kioskdame und erhalte prompt die Bestätigung meiner Annahme. Jetzt aber schnell ein Taxi gefunden und ab in das Vetra Stadion. Nur noch eine knappe Stunde bis zum Anpfiff.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Unterwegs treffe ich noch eine litauische Hochzeitsgesellschaft. Sieht man ja auch nicht alle Tage.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Der Taxifahrer bringt mich für 20 Litas (5,70 Euro) direkt vor das Stadion. Es befindet sich gleich hinter dem Bahnhof.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Das Vetra Stadion besteht aus zwei nicht überdachten Tribünen und einer überdachten Tribüne. Der Weg zur überdachten Tribüne ist aber so verschlammt dass ich fast mit meinen Schuhen im Morast stecken bleibe, und es dann vorziehe doch auf der nicht überdachten Tribüne Platz zu nehmen.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Der herbe Charme der Toilettenanlage des Vetra Stadions. Nur gut dass es keine langen Warteschlangen vor den Häuschen gab.

2. Liga Litauen
Polonija Vilnius – Lietava Jonava 0:1 (0:0)
Beginn: 12:00
Vietra Stadion, 200 Zuschauer

Tor:
A. Mockus (58. Minute)

Polonija Vilnius Lietava Jonava

12:00 – das Spiel kann beginnen! Polonija spielte, wie könnte es anders sein, in roten Hosen und weissen Leibchen. Lietava Jonava in schwazen Hosen und orangen Hemden.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Zu Beginn entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Heimmannschaft.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Der Herr im feinen Zwirn erklärt mir den litauischen Fussball in all seinen Einzelheiten. Das Foto erfolgte nur nach seiner ausdrücklichen Zustimmung.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Leider sind mir die Namen der Akteure auf dem Feld nicht bekannt. Es gab weder einen Eintritt zu bezahlen, noch eine Stadionzeitung, oder ein einfaches Infoblatt.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Ein Angriff der Polonia Mannschaft.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Die Anhänger der Heimmannschaft. Polonija Vilnius ist der Verein für die polnische Minderheit der litauischen Hauptstadt. Man beachte das Transparent: Wilno statt Vilnius. Das ist der polnische Name für ihre Stadt. Auch die Rufe und Gesänge erfolgen ausschliesslich in polnischer Sprache, wie mir mein litauischer Sitznachbar versicherte.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Tormöglichkeiten gab es hüben wie drüben.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Abgesehen vom Fanblock der Polonija Anhänger hielt sich der Andrang aber in Grenzen. 200 sollen es offiziell gewesen sein. Wahrscheinlich hat man da die Passanten, die während der 90 Minuten hinter der Tribüne an der Hauptstrasse vorbeispazierten, mitgezählt. Ich denke ich würde die Besucherzahl auf gut 100 schätzen.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Zu Beginn der 2. Halbzeit machten die Polonija Fans nun auch optisch auf sich aufmerksam.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Heiter und beschwingt wird auch die polnische Flagge geschwenkt.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Doch in der 2. Halbzeit hat sich das Bild etwas geändert. Lietava Jonava agiert jetzt viel stärker und bringt Polonija immer öfter in Verlegenheit.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

In der 58. Minute ist es dann auch soweit. Das 1:0 für die Gäste fällt aus einem Schuss aus etwa 18 Metern. Der Torschütze war ein gewisser A. Mockus, wie ich später im Internet nachlesen konnte.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Der mitgereiste Lietava Anhang auf der Haupttribüne freut sich. Von der Anzahl konnte man mit den Fans der Gastgeber nicht mithalten. Von der Lautstärke allerdings schon.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Nur selten kommt Polonija in der zweiten Halbzeit nach vorne. Dieser Freistoss bringt nichts ein.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Schon ab der Mittellinie werden die litauischen Polen konsequent attackiert.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Meist sah das Bild der 2. Halbzeit so aus. Rollende Angriffe von Lietava Jonava.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

… und wieder rettet ein Polonija Verteidiger in höchster Bedrängnis.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Abermals brennt es im Strafraum von Polonija.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Polonija müht sich redlich, aber Lietava steht hinten zu diszipliniert.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Doch die Fans der Heimmannschaft lassen sich nicht von Feiern abhalten. Schon wieder ein Feuerwerk auf der Tribüne. Nicht schlecht was der Aufsteiger aus der 3. litauischen Liga für begeisterungsfähige Anhänger hat.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Lietava Jonava alleine vor dem leeren Tor und der Ball geht drüber. Die mangelnde Chancenverwertung ist schon grob fahrlässig.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Noch ein Blick auf die Haupttribüne.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Die letzten Minuten beobachte ich von der Cornerfahne. Es passiert aber nicht mehr viel.

Polonija Vilnius Lietava Jonava

Zu Fuss geht es zurück in das Stadtzentrum. Ordentlich Mittag essen, und dann rasch zum Stadtderby Zalgiris Vilnius gegen REO Vilnius, dass am späten Nachmittag stattfinden soll.

Am Mittwoch Morgen führte mich mein Weg in die litauische Sonnenstadt Šiauliai. Der Grund dafür ist einfach. Denn an diesem Tage sollte meine litauische Lieblingsmannschaft Žalgiris Vilnius ihr Auswärtsspiel in dieser Stadt bestreiten. Eine gute Möglichkeit also für mich meine treue Pflicht als Žalgiris Anhänger zu erfüllen, und die Stadt Šiauliai (zu Deutsch: „Schaulen“) etwas besser kennenzulernen. Šiauliai ist, wie bereits erwähnt, als die Sonnenstadt (in Litauisch: „Saules miestas“) bekannt. Die Bewohner behaupten die Sonne wäre in dieser Stadt erschaffen worden, oder so ähnlich. Wie dem auch sei … an diesem Tage wurde sie ihren Ruf gerecht. Es scheinte so gut wie ununterbrochen die Sonne.

siauliai golden boy

Der erste Weg führte mich auch gleich zum Wahrzeichen der Stadt. Der sogenannte „Golden Boy“, der mit einem Bogen in der Hand auf der Sonne (die Kugel soll die Sonne symbolisieren) steht, und nach Westen blickt.

Kurz darauf machte ich mich auf den Weg zum Stadion. Damit ich auch gleich hinfinde, wenn ich hin muss. Das Stadion wurde auch rasch gefunden. Da es sich gerade um die Mittagszeit handelt, und das Spiel erst um 17:00 beginnt, habe ich keine Eile. Ich sehe mich etwas um, und versuche mir den Weg zurück zum Hotel einzuprägen.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Die Flutlichtmasten tauchen bereits auf. Ich habe das Stadion also gefunden.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Ich erblicke ein Stadion mit einer modernen Zuschauertribüne und gepflegten Sitzplätzen. Wo ausser hier soll denn sonst das Spiel heute stattfinden? Ich gehe wieder zurück in das Stadtzentrum, und nehme mir fest vor eine Stunde vor Spielbeginn wieder vor dem Stadiontor aufzutauchen.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Einige Minuten nach 16:00. Da stehe ich nun vor dem Stadion. Keine Netze an den Toren, kein Spielerbus, keine Zuschauer, keine Kassen geöffnet … was ist da schon wieder los? Wurde das Spiel in letzter Sekunde wieder einmal verschoben? Spielt Šiauliai die Heimspiele jetzt im kleinen Fussballdorf Gargždai, so wie es auch Atlantas Klaipeda macht? Plötzlich verlassen zwei Damen schnellen Schrittes das Stadion. Die muss ich jetzt fragen was da los ist. Ich erfahre dass das Spiel ausserhalb der Stadt auf einem Trainingsplatz stattfindet. Na servas, da hat mal ein litauischer Fussballverein ein erstklassiges Stadion als Heimstätte, und dann spielt man das Heimspiel gegen die populärste Mannschaft des Landes am Trainingsplatz … das ist Litauen! Nun, wie soll ich da jetzt eine Stunde vor Spielbeginn hinkommen. Die Damen zeigen sich freundlich und haben Mitleid. Ich darf in ihr Auto steigen … sie fahren mich hin. Die Situation ist gerettet!

Später stellt sich heraus dass beide Damen die Eintrittskarten verkaufen … aus ihrem Kleinwagen heraus. Als wir angekommen sind befinden wir uns irgendwo im Nirdendwo ausserhalb der Stadt. Auf die Frage wie ich nach dem Spiel wieder in das Stadtzentrum komme zucken sie nur mit den Schultern. Na gut, dann werd ich mal das Spiel geniessen und mir erst beim Schlusspfiff den Kopf darüber zerbrechen wie ich von hier wieder weg komme.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

So sieht es aus als ich aus dem Kleinwagen der beiden Damen steige. Vereinzelt stehen Wohnblocks herum. Das Stadtzentrum ist gaaaanz weit weg. Von einer Buslinie keine Spur. Aber egal, ich hab es doch noch geschafft rechtzeitig zur richtigen Spielstätte zu kommen. Die beiden Damen waren meine Rettung. Alles Andere wird sich nach dem Spiel weisen.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

So sieht sie also aus die „wahre Heimstätte“ des FC Šiauliai. Ein Kunstrasenplatz am Ende der Stadt mit einer notdürftig aufgestellten Tribüne.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Ich kaufe mir eine Karte um 3 Litas (0,86 Euro), und überlasse den Rest meines 10 Litas Scheines den beiden Damen, die mir durch ihre Mitnahme meinen Fussballtag gerettet hatten.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

0,86 Euro Eintritt für einen Sitzplatz auf der Haupttribüne eines Erstligaspiels. Daran könnte sich auch Rapid Wien ein Beispiel nehmen. 🙂
Da noch nicht so viele Leute den Weg in das Innere der Arena gefunden haben, kann ich mir in Ruhe einen schönen Sitzplatz suchen.

Es wird nun Zeit sich dem Spiel zu widmen.

FC Šiauliai – Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)
Beginn: 17:00
Im Westen der Stadt, 800 Zuschauer
Schiedsrichter Dirda (Kaunas)

Torfolge:
1:0 (15.) Eliošius
1:1 (26.) Komolov
2:1 (45.) Rimavičius
2:2 Elfmeter (70.) Kuklys

Das sind die nüchternen Zahlen und Fakten.

Bevor das Spiel beginnt suche ich aber noch die Dixi Toilette auf. Es gibt nur zwei davon. Beide nebeneinander am linken Cornereck der Tribüne. Ich befinde noch im Inneren der mobilen Notdurftanlage, als ich bemerke dass die Žalgiris Ultras eintreffen. Die beiden Dixi Häuschen befinden sich also im gerade erst jetzt deklarierten Auswärtssektor. Abgeschirmt von Ordnerkräften und Polizei. Na bravo! Ich lasse mich aber nicht beirren, verlasse die stille Örtlichkeit, und begebe mich festen Schrittes durch den Žalgiris Mob zurück auf meinen Tribünenplatz. Schon höre ich es hinter meinem Rücken hysterisch kreischen. Ich habe die Aufmerksamkeit einer übermotivierten Ordnerkraft auf mich gezogen. Er meinte wohl ich wäre jemand aus der grün-weissen Fangruppe der die Hautptribüne stürmen möchte … also stelle ich mich, und drehe mich um. Sofort prasselt ein Schwall von litauischen Vorwürfen auf mich ein. Ich verstehe kein Wort davon. Als der Ordner mit seiner Belehrung fertig zu sein scheint, antworte ich: „Asch nesupratau. Asch esu Austras!“ Was soviel wie „Ich versteh nix. Ich bin Österreicher!“ heisst. Ich kann förmlich die Räder im Inneren seines Kopfes drehen hören. Was wird ihm da jetzt gerade durch den Kopf gehen? Wahrscheinlich: „Will der mich verarschen oder ist der wirklich Österreicher?“ Schliesslich lässt er mich auf die Tribüne. Sein strenger Blick bleibt aber.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Die Žalgiris Leute haben sich in der Zwischenzeit eines scheinbar nicht für das Spiel benötigten Tores bemächtigt und schleppen es in ihren Sektor …

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

… um darauf ihr Transparent anzubringen. 🙂

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Nur wenige Sekunden vor Spielbeginn. Der Platz ist gut gefüllt. Endlich sehe ich einmal eine volle Tribüne bei einem litauischen Ligaspiel!

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Das Spiel beginnt also. Žalgiris ist leicht feldüberlegen, tut sich aber schwer mit dem Herausspielen von Einschussmöglichkeiten. Šiauliai steht hinten sehr gut, und bleibt in Gegenstössen gefährlich.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Im Bild Mantas Kuklys (88) in Diensten von Žalgiris Vilnius. Am Beginn seiner Profikarriere spielte er zwischen 2008 und 2010 übrigens für den FC Šiauliai. Später spielte er 3 Saisonen in Belgien bei Turnhout und ab in diesem Jahr ist er wieder zurück in der Litauen Liga bei Žalgiris.

Bereits in der 15. Minute folgt der erste Hieb für die Gäste aus der Hauptstadt. Die Mannschaft in der Vorwärtsbewegung – die Verteidigung viel zu weit aufgerückt (Mittellinie) – Ballverlust – der letzte Mann verliert den Zweikampf … und bereits ab der Mittellinie kann Tautvydas Eliošius völlig frei und unbedrängt auf das gegnerische Gehäuse laufen. Das Tor ist dann nur noch Formsache. 1:0 für die Gastgeber. Das muss man erst mal verdauen. Ein klassischer Konter.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Trotz des frühen 0:1 Rückstandes stärken die Žalgiris Ultras ihrer Mannschaft weiterhin den Rücken!

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Die Mannschaft aus Vilnius nimmt die Fans beim Wort und gibt sich nicht auf. Es wird weiter bemüht nach vorne gespielt. Doch die letzte Anspielstation vor dem Tor will und will nicht erreicht werden. Immer ist irgendein Bein von einem Gegenspieler dazwischen. Oder der Ball geht neben das Tor. Im Bild der linke Žalgiris Flügelspieler Vaidas Šilėnas. Er trägt die Nummer 20.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

TOOOOR! 1:1!!! Nachdem es mit dem Handmeißel nicht geklappt hat, musste Žalgiris einmal den Schlagbohrer auspacken. Der Russe Pavel Komolov zog aus etwa 20 Metern ab, und der Schuss sass.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Jetzt drängen die Gäste auf den Führungstreffer!

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Mantas Kuklys (88) holt sich den Ball aus der eigenen Hälfte. Der FC Šiauliai Legoniär aus Argentinien (Rosario) Santiago Rodolfo Cesanelli (22) überreisst die Situation und eilt hastig zurück auf seine Position. Der Angriff des FC Šiauliai scheitert an der Entschlossenheit des ehemaligen FC Šiauliai Akteurs Mantas Kuklys.

In den letzten Sekunden der 1. Halbzeit dann der nächste Tiefschlag für Žalgiris Vilnius. Ein herrliches Ferserl in den 16er Raum, nützt Laurynas Rimavičius für die erneute Führung der Gastgeber – 2:1! Obwohl mein Herz für Žalgiris Vilnius schlägt, muss man da neidlos anerkennen, das war ein Tor für Feinschmecker. Ein Zuckerltor, würde Dr. Schneckerl Prohaska sagen … wenn es sein violetter Wunderknabe Tomáš Jun gemacht hätte.

Es geht also mit einer 2:1 Führung der Gastgeber in die Pause.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Zwischen den beiden Halbzeiten unterhält ein Pausenclown die Ballbuben und das Publikum. Ohne seine Tragerl Bier hätte er aber seine Show wahrscheinlich nicht abziehen können.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Wild entschlossen drängt Žalgiris jetzt auf das 2:2. Hier muss sich Šiauliai Torhüter Mindaugas Malinauskas einmal strecken.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Žalgiris wieder einmal im Vorwärtsgang. Der russische Mittelfeldmotor Pavel Komolov (10) spielt auf den schottischen Topscorer Callum Elliot. Der Angriff bringt aber nichts ein. Callum Elliot ist zwar der führende der Torschützenliste, in Šiauliai hatte er aber nicht den besten Tag. Blieb meist farblos und seine Abschlussstärke liess zu wünschen übrig. Er wurde allerdings auch sehr hart ran genommen, und das will was heissen als Schotte. Er kam übrigens von Heart of Midlothian FC. Also eine richtig gute Verstärkung für Žalgiris.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Šiauliai Sturmspitze Robertas Vėževičius winkt ab: „Den Ball erwische ich nicht mehr!“ War etwas zu steil gespielt.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Der kroatische Innenverteidiger von Žalgiris Vilnius: Luka Peric mit der Nummer 14.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Der Verteidiger Georgas Freidgeimas schaltet sich in den Angriff ein. Auch er spielte 2010 noch für den FC Šiauliai.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Das entscheidende Elfmeterfoul in der 69. Minute! Der Schotte Callum Elliot (9) wird von Deivydas Lunskis (15) gelegt. Der Verteidiger der Gastgeber bekommt dafür die gelbe Karte und Žalgiris den Elfmeter.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Der Elfmeter wird von Mantas Kuklys zum 2:2 verwandelt.

So blieb es dann auch bis zur 90. Minute und dem Ende der Nachspielzeit. Alles in allem muss man sagen dass FC Šiauliai sehr ruppig agierte, und teilweise schon fast etwas schmutzig spielte. Die Gäste aus der Hauptstadt waren feldüberlegen, taten sich aber extrem schwer Chancen herauszuspielen weil Šiauliai hinten sehr diszipliniert stand. Die Gegentore erhielten die Gastgeber ja auch nur aus einem Distanzschuss und einer Standardsituation.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Das Spiel ist aus. Ein Žalgiris Spieler bedankt sich für die Unterstützung der Fans. Wenn man bedenkt, etwa 3 1/2 Stunden Fahrt von Vilnius nach Šiauliai, Anstoss um 17:00 an einem Wochentag … ich denke die Unterstützung der Gästefans kann sich sehen lassen.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Ich hab es trotz Sprachbarrieren auch wieder irgendwie in das Stadtzentrum geschafft. Mit mehreren Gläsern Svyturis Baltijos lasse ich den Tag im Einkaufszentrum gemütlich ausklingen.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Entlang der menschen und autoleeren Hauptstrasse geht es zu Fuss zurück zum Hotel.

FC Šiauliai - Žalgiris Vilnius 2:2 (2:1)

Blick vom Hotelzimmer aus in die Innenstadt von Šiauliai. Jetzt wird im Fernsehen Championsleague Halbfinale geschaut!!! So endet ein Tag in der selbsternannten Sonnenstadt.

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