Rapid Wien


… dürfte der neue Mann im Angriff heissen. Das beste Argument für seine Verpflichtung: er ist ablösefrei. Für Søren Larsen hätte man eine Ablöse bezahlen müssen.

Ein neuer Stürmer ist nach der heutigen Pleite gegen den LASKL auch das Gebot der Stunde. Der dubiose Jelavic hat da doch eine Lücke hinterlassen.

Der 1,91 Meter große Mittelstürmer ist früherer Schützenkönig von PSV Eindhoven und Celtic Glasgow. Ebenso WM- (2006) und EM-Teilnehmer (2008). Sein Gehalt ist ordentlich. Er wird fast soviel wie Steffen Hofmann verdienen.

Man wird sehen was morgen die Zeitungen so dazu schreiben.

Torfolge:
1:0 (22.) Agbonlahor
1:1 (52.) Nuhiu
2:1 (76.) Heskey
2:2 (78.) Sonnleitner
2:3 (81.) Gartler

DANKE!!!

Rapid wieder gegen Aston Villa. Passt eh …

Der lang erwartete Transferknaller ist endlich eingetroffen. Thomas Hinum ist Rapidler!

Nach langen und zähen Verhandlungen unterschrieb das 22-Jährige Riesentalent endlich den von Sportdirektor und Fingi Fingolf Doppelgänger Ali Alfred Hörtnagl sorgfältig ausgearbeiteten Vertrag für drei Jahre. Hinum durchlief bisher so gut wie alle Nachwuchs-Nationalmannschaften Österreichs. Ebenso war er ein Teil des erfolgreichen U20-Kaders, der im Jahr 2007 bei der WM in Kanada den vierten Platz belegen konnte.

Sportdirektor Alfred Hörtnagl meinte zu seinem Coup: “Er ist ein Spieler, der vom Potenzial im defensiven Bereich eine Führungsposition erreichen kann.”

Rotes Rindvieh – Rapid Wien 1:1 (0:0)
Rotes-Rindviech-Arena, 26.800 Zuschauer, SR Einwaller

Torfolge:
0:1 (56.) Hofmann
1:1 (83.) Afrolabi

Rindvieh: Arzberger – Schwegler, Afrolabi, Opdam, Ulmer – Schiemer – Tchoyi (86./Augustinussen), Cziommer (71./Wallner), Pokrivac, Svento (78./Vladavic) – Janko

Rapid: Hedl – Dober, Eder, Soma, Thonhofer – Kavlak (60./Pehlivan), Heikkinen, Hofmann (84./Patocka), Boskovic, Drazan (67./Trimmel) – Jelavic

Gelbe Karten: Schwegler, Janko bzw. Thonhofer, Heikkinen, Eder, Dober

Ein mieser Freitag Nachmittag erfuhr nach diesem Spiel die Krönung der Geschmacklosigkeit. Rapid konnte eine 1:0 Führung nicht über die Zeit bringen. Es passte in mein persönliches Bild dieses heutigen Tages.

Ich bekam die Einladung einer fussballbegeisterten Welser Familie (Zwei Brüder und eine Schwester) welche ich nicht ausschlagen konnte. Erstens konnte Rapid mit einem Sieg die Meisterschaft noch einmal spannend machen, und zweitens wollte ich diese Arena ohnehin einmal von innen sehen. So machte man sich auf den Weg nach Salzburg.

Mit 26.800 Zuschauern gab es eigentlich eine recht ordentliche Kulisse. In der ersten Halbzeit gab es für beide Mannschaften zahlreiche Einschussmöglichkeiten. Strittige Elfmetersituationen zu Gunsten von Rapid wurden von Schiedsrichter Einwaller nicht gegeben. Heute liess er sein Rapid Herz nicht sprechen. Das 1:0 für Rapid erfolgte für mich so überraschend dass ich wie paralyisert stehen blieb und das Glück nicht fassen konnte. Meine Befürchtungen bewahrheiteten aber sich als durch einen Kopfball das unverdiente 1:1 fiel. Das war es dann auch. Die Werkself des Roten Rindviechs liess in den letzten Minuten nichts mehr anbrennen und brachte das Remis sicher über die Runden.

Der Besuch dieses Spiels in Salzburg war teilweise sehr aufschlussreich. Ordner die penibel auf ein striktes Rauchverbot achten, und bei 25 brennenden Bengalfackeln im Rapidsektor stumm und achselzuckend in das Leere blicken. Ein Transparent im Rindviechsektor dass “10 Jahre Herzblut” verkündet. 10 Jahre Herzblut für einen Verein den es erst 5 Jahre gibt. Erinnert mich irgendwie an die beliebten Chuck Norris Witze. Chuck Norris hat so viel Geld, dass er sich seine Lebensjahre verdoppeln kann. Besonders nervtötend war auch dieses 90 Minuten lange autistische Klappern der Rindvieh Fans mit einem Fächer, der vor dem Spiel auf jeden Platz ausgelegt wurde. Die “Ooooh wie seid ihr lächerlich” Gesänge der Rapid Fans trafen da voll in das Schwarze.

Vor dem Spiel im Einkaufszentrum gleich neben der Arena: Salzburger Jugendliche die “einen drauf machen”.

“Willkommen im Irrenhaus” ging mir beim Betreten der Arena durch den Kopf. Ob die “Jubelbullen” für das “Stimmung machen” bezahlt werden? Ausschliesslich darf man es nicht.

Ein Red Rindvieh Fan bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Klappern bis die Hände glühen.

Erste Riesenmöglichkeit für Rapid. Hannes Eder kommt ungedeckt zum Abschluss.

Schiedsrichter Einwaller, auch bekannt als “der Mann mit der Trillerpfeife”, mit leichter Heimtendenz. Sein angeblich vorhandenes Rapid Herz liess er heute jedenfalls nicht sprechen.

Einer von heute vielen klaren aber nicht gegebenen Elfmeter für Rapid. Der Spieler des Roten Rindviechs nimmt beim Zweikampf im Strafraum ganz klar seine Hände zu Hilfe. Schiedsrichter Einwaller schliesst elegant die Augen und entscheidet auf weiterspielen. Weitere umstrittene Elfmeterszenen sollen folgen. Anscheinend durfte Rapid heute kein Elfmeter gewährt werden. Aus welchen Gründen auch immer.

Ein Chuck Norris Fanclub der roten Rindviecher mit einem bemerkenswerten Transparent. 10 Jahre Herzblut bei 5 Jahren Existenz. Der Salzburger Chuck Norris Fanclub ist so stark, dass jedes Jahr doppelt zählt. Oder hat sich Dietrich Mateschitz die fehlenden 5 Jahre zum 10 Jahre Jubiläum einfach bei der Bundesliga erkauft? Wie heisst es im Lotto? Alles ist möglich!

Zigarettenrauch streng verboten. Pyroauch aber erlaubt. Als sich mein Sitznachbar eine Zigarette anzünden wollte, wurde er von einem wild gestikulierenden Ordner sofort verwarnt und angegangen. Als die Rapidfans ihre Pyrotechnik zündeten, blickte der gleiche Ordnungshüter nur noch anteilslos in das Leere.

Der Rapid Sektor nach dem 1:0. So gehört sichs.

Eisern Hedl!

Das ist der FC Rotes Rindviech. Obwohl man gerade den wichtigen und vermutlich meisterschaftsentscheidenden 1:1 Ausgleich erzielte, verliessen die Anhänger bereits 5 Minuten vor Abschluss der Partie die Plätze. Beeindruckend mit welcher Leidenschaft der gemeine Rindvieh Anhänger zu seiner Mannschaft steht.

Diese liessen sich aber nicht beirren und blieben auf ihren Plätzen stehen. Das 90 Minuten lange monotone Fächerklappern wurde von einigen Fanatikern nach dem Abpfiff noch fortgesetzt. Das ist gelebte Fankultur!

“1:2 oder 1:3, auch schon egal für Ried”, meinte ORF Kommentator Rainer Pariasek dazu. :-)

Austria Kärnten – Rapid Wien 2:4 (1:2)
Hypo-Group-Arena, 5.600 Zuschauer, SR Brugger

Torfolge:
1:0 (12.) Kaufmann
1:1 (15.) Kavlak
1:2 Elfmeter (28.) Hofmann
2:2 (53.) Gramann
2:3 (71.) Trimmel
2:4 (82.) Jelavic

Austria Kärnten: Schranz – Sollbauer, Elsner, Gramann, Salvatore – Riedl (68./Pusztai) – Pucker (27./Hinum), Hierländer, Dollinger, Kaufmann – Pink (46./Sandro)

Rapid Wien: Hedl – H. Eder, Soma, Patocka, Kulovits – Hofmann (84./Pehlivan), Heikkinen, Boskovic (37./Trimmel), Kavlak (79./Drazan) – Gartler, Jelavic

Gelbe Karten: Gramann, Riedl bzw. Soma, Hofmann, Kulovits

Es war wieder einmal an der Zeit eine längere Auswärtsfahrt zu absolvieren. Die Klagenfurter “Hypo Group Arena” bot sich da an und so ging es mit quietschenden Reifen über Hohentauern in das gelobte Land der ehemaligen Bienenzüchter.

Da das “Zuspätkommen” beim Fussball für mich immer schon ein Fremdwort war, bin ich auch dieses mal der Erste am Stadionparkplatz gewesen. Nun, aber was musste ich auf einem Schild lesen? Parken verboten? Privatgrund? Und das am einzigen Stadionparkplatz? Ist das der Kärntner Humor?

Dann der nächste seltsame Vorfall. Ich hatte eine Karte für den Ostsektor. Geöffnet wurden aber nur die Tore für den Südsektor. Auf die Frage eines anderen Rapidfan zu einer blonden Politesse warum denn das Tor zum Ostsektor nicht geöffnet werde (es hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet) bekam er zur Antwort: “No, dann gehens hold do” und einen Fingerzeig in Richtung Südsektor. Na bravo! Bei soviel Organisationstalent verwundert es nicht dass dieser Verein am Ende der Saison fix absteigen muss.

Eine Stunde war noch Zeit bis zum Anpfiff und so erkundete ich diese sogenannte “Hypo Arena”. Auch die kulinarischen Köstlichkeiten wurden einer Probe unterzogen. Die Auswahl war überwältigend. Ein Paar Frankfurter mit Semmel oder ein einziges Frankfurter Würstel in einem weissen Wecken. Nach einem langen hin und her und alle Vor und Nachteile abwiegend, konnte ich mich nach extrem langer innerer Beratung für das Frankfurter Würstel in einem Wecken entscheiden. Das war bei einem Kiosk hinter dem Tor. Auf der Haupttribüne habens die kulinarische Auswahl um eine sogenannte “Riesenbratwurst” erweitert. Diese sah aber extrem unappetitlich aus und konnte als Bereicherung für die üppige Speisekarte nicht wirklich überzeugen.

Vor dem Würstel und Getränkestand gab es schon eine halbe Stunde vor Anpfiff grossen Andrang. Vor einem Stand herrschte aber gähnende Leere. Es war der Fanshop. Balkenschals mit den Farben schwarz, grau, weiss oder Hemden mit der Aufschrift “Wir sind Kärntner und Ihr nicht!” fanden nicht wirklich reissenden Absatz. Für mich immer wieder faszinierend wie man als Retortenverein mit gekaufter Lizenz überhaupt auf den Gedanken kommt Fanartikel zu produzieren. Das steht wahrscheinlich in irgendeinem Lehrbuch für Marketing für Fussballvereine. So wie in etwa “Fussballmarketing für Dummies” oder “Erfolgreiches Fussballmarketing in 30 Tagen”.

Das Spiel konnte beginnen. Die Haupttribüne war in der Mitte relativ gut gefüllt. Ich würde sagen ein Drittel davon Rapidler. Neben mir sass ein älterer Herr mit hochrotem Kopf (kein Rapidler). Die Farbe seines Kopfes konnte ich mir rasch erklären. Er schimpfte 81 Minuten wie ein Rohrspatz. In der 82. Minute ging er. Eine Reihe unter mir war auch eine ganz markante Persönlichkeit zu beobachten. Ein junger Familienvater der Rick Astley zum verwechseln ähnlich sah und eine Lederjacke trug. Neben ihm sein Sohn (etwa 5 Jahre alt). Auch der Rick Astley Doppelgänger konnte seine Emotionen kaum im Zaum halten. Oft prügelte mit seinen Fäusten auf die Sitzlehne ein, wenn wieder einmal etwas nicht in seinem Sinn war. Nach dem 2:4 drehte er sich erschöpft und desillusioniert um, und meinte zu mir mit entgeistertem Gesichtsausdruck: “Im Ghaab haoumas aousse.”

Das Spiel selbst war eine Achterbahn der Gefühle. Nach dem 0:1 Rückstand fürchtete man schon das schlimmste. Der Ausgleich zum 1:1 liess wieder hoffen, und das Elfmetergeschenk zum 2:1 liess mich schmunzeln. Nicht nur weger der positiven Schiedsrichterleistung selbst, sondern auch auf Grund der Kommentare meiner Kärntner Sitznachbarn. Beispiele? “Ah Waouhnsinn iss doss” oder “Aoufaouch Irrää”. Ja, es hat schon was wenn die Kärntner für ihren Verein solche Emotionen zeigen. Ich denke selbst wenn Jörg Haider den Verein “SK Kärnten zu Slowenien” genannt hätte würde das an der herzergreifenden Liebe und den hingebungsvollen Emotionsausbrüchen der Kärntner zu ihrem Club überhaupt nichts ändern.

Nach dem 2:2 in der 2. Halbzeit war ich mir schon sicher hier nicht mehr voll zu punkten. Doch “Eisern Trimmel” brach mit den lethargischen Angriffsversuchen seiner Mitspieler und traf mit einer sehenswerten Einzelleistung zum 3:2! Das 4:2 durch Jelavic war da nur mehr Draufgabe. Bester Mann bei Kärnten war übrigens Matthias Dollinger. Kärnten spielte überhaupt mit einer sehr jungen Mannschaft aus Eigenbauspielern, und das sehr gefällig. Ohne Schiedsrichterhilfe wüsste ich nicht ob Rapid die drei Punkte gemacht hätte. Jetzt wird es interessant wie man sich gegen die gleiche Mannschaft im gleichen Stadion im Cup tut.

Nach dem Spiel kam ich rasch weg, und in guten 3 Stunden war ich wieder zu Hause.


Zwei Radfahrer drehen einsam ihre Runden um das Stadion. Mit einem Automobil war allerdings ich der Erste!


Ackerfläche statt Stadionparkplätze rund um die Arena! Wer weiss ob sie noch benötigt werden um die Wirtschaftskrise bewältigen zu können.


Das Osterfest wirft auch schon in Klagenfurt seinen Schaden voraus.


Die Klagenfurter sassen an diesem Samstag lieber gemütlich in der Sonne als zum Fussball zu gehen.


Allgemeines Fahrverbot …


Warten und Zeitung lesen …


Der erste Blick in das Innere der Hypo Group Arena.


Die Osttribüne.


Leere Ränge, leere Kassen. So wird uns Austria Kärnten bald verlassen.


Für diese Tribüne hatte ich eine Karte.


Der Stadionparkplatz der Hypo Group Arena wo normal “das Parken verboten ist”.


Der gesangesfreudige Rapid Anhang.


Nur noch zwei Minuten bis zum Anpfiff.


Die Mannschaften sind am Feld. Jetzt geht es gleich los. Dann gaben die Batterien ihren Geist auf …

Es war wieder einmal an der Zeit ein Rapid Spiel zu besuchen. Das Cup Achtelfinale gegen den FC Blau Weiss Linz im Linzer Stadion an einem Mittwoch Abend passte mir da perfekt in meinen Zeitplan. Viel besser als eine Meisterschaftspartie an einem Sonntag Abend gegen den LASKL.

So machte man sich direkt vom Arbeitsplatz auf nach Linz. Vor dem Stadion angekommen klingelte auch schon das Mobiltelefon. Rapid Old Boys “Old Star” Hellwig Schwoch war in der Leitung. Euphorisch meldete er mir: “Ich habe Dich gerade vom Bus aus gesehen.” Jetzt ist er tatsächlich mit dem Bus vom Bahnhof zum Stadion gefahren. Und ich hab mir gedacht der möchte die alten Zeiten aufleben lassen und marschiert zu Fuss auf die Gugl. Im Stechschritt natürlich. So kann man sich täuschen.

Karten zu bekommen war kein Problem. Eine stark geschminkte Dame überreichte sie mir für 20 Euro mit einem breiten Grinsen. 20 Euro Eintritt und nicht einmal einen Fetzen Papier mit der Aufstellung war drin. Von einem Programmheft ganz zu schweigen. Jeder Landesligist ist besser und kundenfreundlicher organisiert. Aber das ist eben Blau Weiss Linz …

Im Stadion traf man dann den Manager von GOL Wels und man wechselte einige Worte. Immerhin war es fast noch eine Stunde bis zum Anpfiff. Es war sehr kalt.

Kurz vor dem Stadion. Und das Mobiltelefon macht auf sich aufmerksam.

Da ich mutmasslich sehr elegant gekleidet war, durfte ich das Stadion ohne Grabscherei betreten. Auch ein Grund Sitzplatz zu wählen. Als Stehplatzbesucher wird man ja beim Eingang generell als Schwerverbrecher behandelt. Schnell die Stiege rauf und rein in das Vergnügen.

18:00. Es ist noch eine Stunde hin bis zum Anpfiff.

Einmal Platz gesucht und gemütlich gemacht.

Dunkel wirds. Die Lichter gehen an und das Spiel kann beginnen …

FC Blau Weiss Linz – SK Rapid Wien 1:2 (1:0)
Linzer Stadion, 6.500 Zuschauer, SR Dintar

Torfolge:
1:0 (35.) Nikolov
1:1 (46.) Drazan
1:2 (69.) Jelavic

Blau Weiss Linz: Wimleitner – Arapovic (28./Felkel), Knabel, Koll, Rabl – Gradascevic, Nikolov, T. Eder, Wawra – Tiffner (85./Duvnjak), Jelcic (46./Duru)

Rapid Wien: Hedl – Dober, H. Eder, Soma, Katzer – Hofmann, Pehlivan, Boskovic, Drazan (89./Trimmel) – Jelavic, Konrad (70./Salihi)

Gelbe Karten: Rabl bzw. Boskovic

Die Mannschaften betreten das Feld. Die Blau Weiss Fans sind entzückt.

Die Rapidler machen aber auch auf sich aufmerksam.

Rapid war am Anfang völlig feldüberlegen und spielte sich Chance um Chance heraus. Zum einen war Linz Torwart David Wimleitner in bestechender Form, zum anderen fehlte den Grün Weissen einfach das letzte Stückerl Glück zum Torerfolg. Das Ball wollte einfach nicht rein. Es war wie verhext, passte aber gut in das Bild der letzten Rapid Spiele.

In der ersten halben Stunde spielte sich das Geschehen eigentlich nur in der Hälfte von Blau Weiss Linz ab.

Immer wieder rannte Rapid gegen die Blau Weisse Abwehrmauer an. Blau Weiss Linz spielte so wie man gegen Rapid spielen muss. Alle 11 Mann standen hinten tief drinnen und machten die Räume eng. So tat sich Rapid extrem schwer zu kombinieren. Vor dem Tor fehlte dann das Glück und so sah Rapid irgendwie ziemlich arm aus.

In der 35. Minute dann die Katastrophe. Rapid spielte sich in der Abwehr etwas blöd. Der Linzer Nikolov kam irgendwie an den Ball und fackelte nicht lange herum. Sein Knaller schlug voll im Rapid Gehäuse ein. 1:0 für den Drittligisten.

Raimund Hedl: die Höchststrafe für einen Tormann. 45 Minuten lang nur ein Torschuss und der war im Netz. Bitter!

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Blau Weiss Linz total motiviert aus den Kabinen. Das merkte man dadurch dass Blau Weiss Linz schon vollzählig am Feld erscheinen war und von Rapid noch überhaupt nichts zu sehen gewesen ist.

Doch trotzdem haben die Linzer den Beginn der zweiten Halbzeit vollkommen verschlafen. Drazan bricht durch und macht das 1:1. In der Folge spielte Blau Weiss Linz weiter gefällig mit und kam auch dem Rapid Tor relativ nahe. Doch das entscheidende Tor machte Rapid. Ein Linzer erkämpft sich vor dem eigenen 16er von Steffen Hofmann den Ball. Verliert ihn aber gleich wieder. Ein Geplänkel und die Linzer bekommen den Ball nicht weg. Das nützt Jelavic zum 2:1.

Grosse Freude bei den Rapid Fans!

Rapid spielte die Partie dann mehr oder weniger souverän nach Hause. Zeitweise sah man beim einen oder anderen Rapid Spieler schon die Klasse aufblitzen. Beispielsweise wenn zwei Linzer auf einmal überspielt wurden. Trotzdem stand Linz in letzter Konsequenz sehr kompakt und Rapid hatte kein passendes Mittel dagegen.

Alles in allem eine sehr starke Leistung des Drittligisten. Ein gutes Spiel war es zwar nicht, aber auf jeden Fall sehr interessant und spannend.

Das wars. Ein schöner aber extrem kalter Fussballabend geht zu Ende …

Nach dem gestrigen 2:1 Triumph gegen Sturm Graz, der übrigens hochverdient errungen wurde, ist Rapid nicht nur der Spitzenreiter in der “wahren Tabelle” sondern auch ganz offiziell auf Platz eins.

Wenn man hier wieder Meldungen von einem gewissen Herrn Hammerl liesst kommt man aber schon ins Grübeln. Hat Herr Hammerl das gesamte Spiel gesehen? Nur weil Sturm ein Treffer nicht gegeben wurde heisst es schon wieder Rapid wurde gestern schwer bevorzugt. Ich stelle das mal in Frage. Wieviele falsche Abseitspfiffe musste Rapid gestern über sich ergehen lassen? Aus Positionen aus denen wohl ein Treffer resultiert wäre. Auch Rapid wurde übrigens ein Treffer vorenthalten, und der Elfmeter in der 89. Minute war ja wohl so klar, dass es klarer nicht mehr geht.

Im Endeffekt muss man sagen, auch wenn es für Rapidfeinde bitter klingen mag, dass in den gesamten 90 Minuten doch wohl eher Sturm Graz die Gunst des Schiedsrichters genoss als umgekehrt. So gesehen hat es sich gezeigt dass nicht mal Schiedsrichter in der Lage sind Rapid zu stoppen. Immerhin sind die Hütteldorfer nun neben dem “wahren Tabellenführer” nun auch der “offizielle Tabellenführer”.

Man wird sehen was sich die Schiedsrichter nun beim Auswärtsspiel in Salzburg einfallen lassen um die “offizielle Tabelle” wieder zu korrigieren. Man darf gespannt sein.

Ständig wird gejammert Rapid würde von den Schiedsrichtern bevorzugt werden. Doch wie sieht die Realität aus? Eben nicht so wie es von den Rapidfeinden ständig behauptet wird. Sieht man sich nämlich die aktuelle Tabelle an, so wäre Rapid in der “wahren Tabelle” der Spitzenreiter. Und das auch noch mit einem Spiel weniger.

Die “Wahre Tabelle” ist die korrigierte Tabelle der österreichischen Fußball Bundesliga. Berücksichtigt werden dabei Schiedsrichter-Fehlentscheidungen, mit Auswirkung auf das Ergebnis. Auf wahretabelle.at werden die torrelevanten strittigen Szenen in der Fußball Bundesliga diskutiert und die Ergebnisse nach Abstimmung in der Community korrigiert.

Das sagt eigentlich schon viel aus WIE Rapid von den Schiedsrichtern bevorzugt wird. Die Blechdosenrindviecher sind übrigens in der wahren Tabelle auf Platz 3. 5 Punkte hinter Rapid.

- Verweis: www.wahretabelle.at/

Ein dummer Fehler von Dober ermöglichte den Schotten den schmeichelhaften Ausgleichstreffer. Die Tormöglichkeiten der “Bhoys” konnte man wohl an einer Hand abzählen. Rapid spielte die ersten 20 Minuten brillant. Den Rest der Partie solide. Da muss man zufrieden sein. Jetzt gilt es aber gegen Hapoel zu Hause drei Punkte zu holen und man ist am richtigen Weg.

Celtic Glasgow – Rapid Wien 1:1 (1:1)
Celtic Park, 55.000, SR Duarte (POR)

Tore:
0:1 (3.) Jelavic
1:1 (21.) McDonald

Gelbe Karten: Nguemo bzw. Pehlivan, Kavlak

Celtic Glasgow: Boruc – Wilson, McManus, Caldwell, Fox – McGeady (81./McGinn), Brown, Nguemo (81./Robson), Maloney (82./Killen) – McDonald, Samaras

Rapid Wien: Payer – Dober, Soma, Patocka, Katzer – Kavlak, Hofmann, Pehlivan, Heikkinen, Boskovic (63./Drazan) – Jelavic

Wie emotional reagiert ein Rapidler wenn er morgen nicht pünktlich nach Glasgow kommt, obwohl er ordnungsgemäss den Flieger gebucht hat?

Anhören und amüsieren …MP3 Datei: Rapidler kommt nicht nach Glasgow

In der Standard.at Kommentarspalte schreibt ein gewisser “jerrycantrell”: “das spiel damals war ja ein skandal sondergeichen. weinhofer und pacult haben die celtic fans durchgehend provoziert. pacult lief nachts mit einer union-jack unterhose durch die glasgower innenstadt, während weinhofer in einer bar sturzbetrunken homosexuellen-gerüchte über rod stewart verbreitet hat.”

Der Benutzer “M_DeNiro” antwortet darauf: “sean connery: in wahrheit eine walisische frau
ja genau, und hans krankl hat am selben tag in einem pub behauptet, der sean connery waere eigentlich eine walisische frau mit schottischem papa. der schottische papa war wiederum 2x umoperiert. von mann auf frau und dann zurueck.
das war sowas von provokant vom hansee. echt 007
kein wunder, dass die schotten dann im match ihre roecke verloren haben!
schweinerei das ganze. und dabei gar nicht notwendig, weil celtic eh noch nie guten fussball gespielt hat. “

Jetzt wissen wir warum die Schotten damals WIRKLICH so böse waren …

Bilder vom Rückspiel in Glasgow Parkhead (3:0 Sieg für Celtic). Das Spiel welches von der UEFA als ungültig erklärt wurde, und die Neuaustragung in Manchester nötig gemacht hat. Hier kann man gut sehen WIE es dazu kam.

SO erzielte Celtic Glasgow damals die Tore zum 3:0 Sieg:

Und so wurde Rapid Torwart Herbert Feurer während des Spiels malträtiert. Das Spiel wurde nicht abgebrochen. Dabei handelte es sich schon um das Wiederholungsspiel. :-)

Und weil es damals so schon war, gleich noch ein Video …

Ein Sieg in Glasgow wäre fast so schön wie der 3:0 Triumph gegen den HSV. Aber nur fast … ;-)

Was sagen die Celtic Fans dazu?
- Verweis: Celtic Glasgow vs Rapid Wien Diskussion aus schottischer Sicht

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