ÖFB „Samsung“ Pokalbewerb, 1. Runde

Samstag, 19:00
LASKL Juniors – Rapid Wien 0:7 (0:3)
Linzer Stadion, 1.000 Zuschauer, Schiedsrichter Jäger

Torfolge:
0:1 (24.) Salihi
0:2 (31.) Salihi
0:3 (34.) Gartler
0:4 (47.) Salihi
0:5 (52.) Salihi
0:6 (62.) Salihi
0:7 (83.) Gartler

Das Pokalspiel der ersten Runde stand an. Rapid traf auf die Juniors des LASKL. Da das Spiel nicht auf Sky übertragen wurde, musste ich mich wohl oder übel in das Stadion bequemen um Rapid am heutigen Tage sehen zu können. 🙂

Der Andrang an den Stadiontoren hielt sich in Grenzen. Durchsucht wurde man vom aufmerksamen Ordnerdienst trotzdem. Vuurschrift is Vuurschrift. Meine Socken schienen es dem Ordnerjungen speziell angetan haben, denn er konnte seine Finger nicht mehr davon los bekommen. Schliesslich meinte er aber dann doch: „Passt!“, und ich konnte die ewige Baustelle der Stadt Linz betreten.

15 Euro zahlte man für einen Sitzplatz auf der ehemaligen Stehtribüne. Die Haupttribüne war ja immer noch gesperrt. Mit 15 Euro zeigte sich Herr Reichl ja richtig preisgünstig, oder wird der Eintrittspreis vom ÖFB vorgegeben? Letzteres würde mich nicht wundern. In der Meisterschaft zahlte man ja noch vor einigen Monaten bei LASKL gegen Mattersburg einen „Topzuschlag“ beim Eintrittspreis. So gesehen kann man um die 15 Euro wirklich nicht meckern.

Zum Spiel ist eigentlich wenig zu sagen. Rapid dominierte, fand in den ersten 20 Minuten aber kein Rezept um den Abwehrriegel der Linzer zu knacken. Erst nachdem man die Linzer etwas aus der Reserve lockte, fand man den Raum um schnell und direkt nach vorne zu spielen. Dann fielen auch die ersten Tore, und je länger das Spiel dauerte, umso mehr Tore fielen.

Rapid begann mit einem 4-4-2 und dem neuen Novota im Gehäuse: Novota – Katzer, Sonnleitner, Patocka, Schrammel – Prokopic, Hofmann, Kulovits, Drazan – Salihi, Gartler. Am Anfang sah es aber nach einem 3-5-2 aus. Schrammel stand sehr offensiv, und so reichten auch 3 Mann in der Abwehr.

Die meisten Salihi Tore fielen durch Flanke und Kopfball immer nach dem gleichen Schema. Den Schlusspunkt setzte Gartler mit einem kolossalen Weitschuss aus etwa 40 Metern.

Für besondere Heiterkeit unter den Besuchern sorgte der Pausenclown, der auch als Stadionsprecher fungierte. Aus Prokopic wurde „Prokoptschi“. Aus Nuhiu (auf der Ersatzbank) ein „Nohiro“. Als er bei der Auswechslung von Prokopic den Namen richtig aussprechen konnte, erhielt er von den Rängen tosenden Applaus.

Was soll man sonst noch sagen? Den Sieg feierten wir im Gastgarten eines oberösterreichischen Edeltempels mit Trumer Bier und Apfelsaft.

Die Schöttel Bilanz kann sich bisher sehen lassen. 4 Pflichtspiele. 3 Siege, 1 Unentschieden, und ein Torverhältnis von 11:0!

Der erste Blick auf den neuen Stadionvorplatz.

Der futuristische Haupteingang. 25 Millionen Euro Kosten. In Holland bauen sie von so einer Summe eine nagelneue Fussballarena.

Es geht los! Die Mannschaften betreten das Spielfeld.

Steffen Hofmann bei einem Freistoss. Früher hat er besser geschossen.

Ein Spieler der LASKL Juniors, von den Zuschauern liebevoll „Kupferdachl“ genannt, zeigt auf: „Bitte Herr Schiedsrichter ich weiss was!“

Ein schwach besetzter Rapid Sektor. Die Rapidler teilten sich aber im gesamten Stadion auf. Von den 1.000 Zuschauern dürften etwa 700 Rapidler gewesen sein. Linz ist eben derzeit mit LASKL und den Erfolgen von Blau Weiss Linz „fussballgesättigt“.

Rene Gartler stoppt sich mit dem Rücken zum Tor den Ball. Aus der Szene wurde natürlich nichts.

Rapid liess die LASKL Juniors kommen, und sie kamen. Dicke Luft bei einem Eckball. In den Gegenstössen fand Rapid dann viel Raum vor um passend zu antworten. Wenig später viel dann auch die 1:0 Führung.

Thomas Schrammel schaut auf. Langer Ball oder Sicherheitspass zum nächsten Mitspieler? Das war hier die Frage.

Der Torjubel zum 1:0 fiel etwas verhalten aus.

Blick vom Sektor 7 in Richtung Sektor 6.

Ein mir unbekannter Spieler der LASKL Juniors versucht den Ball loszuwerden.

Der neue Rapid Riese im Tor.

Rapid Torhüter Novota an der Flasche. „Er hat mich vor dem Abstieg gerettet“, meinte Ex-Rapidler und Neo-Coach der Hartberger Kurti Garger zum neuen Rapid Schlussmann, der aus der Slowakei geholt wurde.

Sprintrakete Katzer überläuft seinen Gegenspieler ohne mit der Wimper zu zucken.

Steffen Hofmann beim Freistoss, der leider wieder nichts einbringt.

Der Schuss ging in die Mauer.

1.000 Zuschauer beim einem Rapid Pflichtspiel. Der Pokalbewerb hat einfach keinen Stellenwert in Österreich.