Fr. 18 Sep. 2009
Rapid Wien – Hamburger SV 3:0 (2:0)
Ernst-Happel-Stadion, 49.850 Zuschauer (ausverkauft), SR Bebek (CRO)
Torfolge:
1:0 (35.) Freistoss Hofmann
2:0 (44.) Jelavic
3:0 (76.) Drazan
Rapid Wien: Payer – Kulovits, Eder, Soma, Katzer – Kavlak, Heikkinen, Hofmann, Pehlivan, Boskovic (60./Drazan) – Jelavic (86./Salihi)
HSV: Rost – Boateng (46./Demel), Rozehnal, Mathijsen, Aogo – Trochowski (46./Pitroipa), Jarolim, Ze Roberto, Elia – Berg (73./Torun), Petric
Gelbe Karten: Boskovic, Pehlivan bzw. Trochowski
Wenn man schon eine Seite mit dem Titel „Rapidler.at“ betreibt, dann sollte man auch hin und wieder ein Rapid Spiel besuchen. Gestern Abend ergab sich wieder einmal eine solche Gelegenheit die man natürlich zu nutzen wusste. Rapid gegen Hamburger SV in der sogenannten „Europa Liga“.

Wenige Minuten nach 19:00. Das Spiel läuft bereits und wir torkeln noch immer vor dem Stadion herum.

Die letzten Fans betreten die Spielstätte. Nur kein Stress. Es ist ja noch nichts passiert. Es steht noch immer 0:0.

Der erste Blick auf ein volles Ernst Happel Stadion. Toller Platz wurde mir auch geboten. Die vorletzte Reihe.

Rapid spielt selbstbewusst und vergibt bereits die ersten sehr guten Chancen. Man beginnt bereits zu jammern. „Na in so einen Spiel musst solche Chancen einfach nützen, die kommen so schnell nicht wieder.“ Doch auch die Hamburger zeigen sich im Chancenvernebeln zumindest ebenbürtig. So bleibt es bis zur 35. Minute beim 0:0.

1:0 durch einen Freistoss von Steffen Hofmann. Das Stadion bebt! Jetzt muss der HSV zeigen was er kann.

Doch wenige Minuten später folgt das 2:0. Sehr schön herausgespielt. Ja, das ist ja einmal ein angenehmer Vorsprung. Hamburg jetzt völlig von der Rolle. Rapid die klar tonangebende Mannschaft.

Der Torjubel nach dem 2:0. Unglaublich! Rapid spielt den aktuellen Tabellenführer der deutschen Bundesliga an die Wand. Wer hätte das gedacht?

Mit 2:0 geht es auch in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit begrüsst der Rapid Sektor hinter dem Tor die Spieler mit wehenden grünen und weissen Fahnen.

Einige Hamburger Fans kochen vor Wut und haben sich soeben entzunden. Für die Hamburger war es ja wirklich zum verzweifeln. In der zweiten Halbzeit liessen sich die Gastgeber etwas zurückfallen und die Gäste kamen auf. Man drängte zwar ständig auf der Tor der Rapidler, aber vor dem 16er war meist die Endstation der Nordlichter. Besonders stark in dieser Phase: Rapids Abwehrspieler Soma. Da gab es kein Zittern und Zähneklappern. Er gewann so gut wie jeden Zweikampf gegen die anstürmenden Hamburger.

3:0 durch Christopher Drazan zu Beginn der Rapid Viertelstunde. Das ganze Stadion in Extase. Jetzt spielt nur noch Rapid. Hätte man alle Chancen konsequent genützt wäre man als 5:0 oder 6:0 Sieger vom Platz gegangen. HSV in dieser Situation völlig tot. Hatte sich da schon selbst aufgegeben.

Der verzweifelte und am Boden zerstörte HSVer hatte vor dem Spiel wohl auch mit einem etwas anderen Spielverlauf gerechnet.

Rapid – HSV 3:0! Unglaublich!

Abpfiff! Der Sieg ist perfekt! Nach dem 3:0 war das Spiel gelaufen und Rapid begann teilweise zu zaubern. Das war ja ein schöner Auftakt in die Eurpopa Liga. Mal sehen ob das jetzt so weitergeht.

Nach dem Spiel ging es dann noch in die Pizzeria „Rialto“ irgendwo im Wiener Grossstadtdschungel.

Jede Pizza 5,50 Euro. Na bitte was will man mehr? „Das ist geschenkt“, meinte auch unser Chaffeur.

Nach dieser 90 minütigen Nervenbelastung hab ich das Bier gut brauchen können.

Die Pizza Al Capone war auch nicht so schlecht. Nur ein bissl verbrannt aber was solls. Bei so einem historischen Tag nimmt man das gerne in Kauf.
So ging ein schöner Tag zu Ende. Die einzige betrübliche Situation war die Nachricht auf der Heimfahrt über den 2:1 Erfolg der Gummibärensaftler in Rom bei Lazio.